Frankreich kämpft derzeit mit einer extremen Hitzewelle. Ein 30-jähriger Mann ist dabei ums Leben gekommen.
Er wurde mit einem Herzstillstand auf einer Sportanlage im nördlichen Pariser Vorort Ermont aufgefunden, wie die Feuerwehr mitteilte. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.
Die französische Bahn SNCF reagiert mit drastischen Maßnahmen: Bis einschließlich Montag werden 71 Fernverbindungen gestrichen.
Betroffen sind die Strecken Paris-Toulouse, Paris-Clermont-Ferrand und Bordeaux-Marseille.
Wie NTV berichtet, sollen damit "mögliche Pannen der Klimaanlagen bei sehr hohen Temperaturen" verhindert werden. Die auf den Strecken eingesetzten Corail-Züge seien mit veralteten Klimaanlagen ausgerüstet, die bei extremer Hitze während der Fahrt ausfallen könnten.
Der Energiekonzern EDF warnte, dass drei Atomkraftwerke nächste Woche wegen der hohen Temperaturen an den Flüssen Rhône und Garonne ihre Produktion zurückfahren müssen.
In weiten Teilen Frankreichs werden in den kommenden Tagen Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet. In einem Viertel des Landes, darunter Paris, gilt bereits die orangefarbene Alarmstufe - die zweithöchste Stufe. Am Freitag wird diese Warnung in mehr als der Hälfte des Landes gelten.
Der Wetterdienst Météo-France erklärte, die Hitzewelle werde "flächendeckend, lang anhaltend und intensiv" sein. Ihren Höhepunkt soll sie am Sonntag oder Montag erreichen.
Besonders die Schulen könnten stark getroffen werden. Viele Schulgebäude sind schlecht auf extreme Hitze vorbereitet. Die Bürgermeister sollen entscheiden, ob der Unterricht ausgesetzt wird. Während einer Hitzewelle im Juni des vergangenen Jahres waren landesweit rund 2200 Schulen geschlossen worden.