Der Mai war in Spanien ungewöhnlich heiß – mit tödlichen Folgen. Wie die spanischen Behörden nun mitteilten, sind im vergangenen Monat 101 Menschen im Zusammenhang mit der Hitze ums Leben gekommen.
Das ist die höchste Zahl an Hitzetoten, die jemals für einen Mai in Spanien registriert wurde. Die Temperaturen lagen vielerorts deutlich über dem klimatologischen Durchschnitt.
Wie der "Spiegel" berichtet, könnten die Temperaturen in naher Zukunft noch weiter steigen. Experten warnen vor einer Verschärfung der Situation in den Sommermonaten.
Die extreme Wärme betrifft nicht nur Spanien. Eine sogenannte Hitzekuppel – auch Heat Dome genannt – liegt derzeit über weiten Teilen Europas und sorgt für Temperaturen weit über dem Normalwert.
In Spanien wurden bereits Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke gemessen. Auch andere europäische Länder kämpfen mit den Auswirkungen der ungewöhnlichen Frühsommerhitze.
Wissenschaftler führen die zunehmenden Hitzewellen auf den Klimawandel zurück. Die Erderwärmung sorgt dafür, dass extreme Wetterereignisse immer häufiger und intensiver auftreten.
Die spanischen Behörden rufen die Bevölkerung auf, sich vor der Hitze zu schützen und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.