Nicht gerade optimales Fußballwetter: Über Teilen Europas baut sich derzeit eine gewaltige Hitzekuppel auf. Besonders Spanien und Portugal stehen vor einer außergewöhnlichen Hitzewelle. Wettermodelle rechnen dort in den kommenden Tagen mit Temperaturen von bis zu 44 oder sogar 45 Grad.
Vor allem im Süden Spaniens, rund um Sevilla und das Guadalquivir-Tal, könnte das Thermometer auf Werte klettern, die normalerweise erst im Hochsommer erreicht werden. Meteorologen sprechen von einer außergewöhnlich frühen Hitzewelle.
Verantwortlich dafür ist eine sogenannte Hitzekuppel, auch "Heat Dome" genannt. Dabei sorgt ein mächtiges Hochdruckgebiet dafür, dass heiße Luft aus der Sahara weit nach Norden strömt und über weiten Teilen Europas festgehalten wird. Die Luft sinkt dabei langsam ab, wird komprimiert und heizt sich zusätzlich auf. Weil die Hitze nicht entweichen kann, steigen die Temperaturen Tag für Tag weiter an.
Besonders belastend sind die hohen Nachttemperaturen. In vielen Regionen Spaniens drohen Tropennächte, bei denen das Thermometer selbst nachts nicht unter 20 Grad fällt. Für den Körper bedeutet das deutlich weniger Erholung.
Bereits Ende Mai wurden in Teilen Spaniens, Portugals und Frankreichs außergewöhnlich hohe Temperaturen gemessen. Nun könnte die nächste Hitzewelle noch deutlich stärker ausfallen.
Die spannende Frage lautet nun, wie weit sich die Hitzekuppel nach Osten ausdehnt. Derzeit liegt ihr Zentrum, wie gesagt, über Südwesteuropa. Österreich befindet sich noch am Rand des Wettergeschehens. Dennoch dürfte es auch hierzulande deutlich wärmer werden. Erste Wettermodelle rechnen an den ersten WM-Tagen mit Temperaturen bis zu 30 Grad.
Ob Österreich nur einen Vorgeschmack oder tatsächlich eine extreme Hitzewelle erlebt, hängt davon ab, wie sich das blockierende Hochdruckgebiet entwickelt. Die nächsten Modellläufe werden daher mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt, sagen Meteorologen.