Was als gewöhnliche Autofahrt begann, hätte für einen Österreicher im Italien-Urlaub teuer werden können. Der Mann berichtet in einer Facebook-Gruppe von einem Vorfall, der sich am Montagvormittag nahe dem Kreisverkehr in Aprilia Marittima ereignet haben soll.
Demnach war er gegen 11.20 Uhr mit seinem Auto unterwegs und überholte ein anderes Fahrzeug. Kurz darauf nahm er ein lautes Geräusch wahr. "Plötzlich war ein Knall zu hören, der sich so anhörte, als wäre ein Stein aufgewirbelt worden und gegen mein Auto geprallt", schildert er.
Wenig später bemerkte der Urlauber, dass der Lenker des überholten Autos hinter ihm auf sich aufmerksam machte. Laut seinen Angaben habe der Mann mehrfach die Lichthupe betätigt und auffällig gestikuliert. Um die Situation zu klären, hielt der Österreicher am Straßenrand an.
Dort habe der andere Fahrer behauptet, sein Außenspiegel sei bei einem Zusammenstoß beschädigt worden. Der Spiegel sei bereits leicht beschädigt gewesen. Zudem habe der Mann versucht, ihn auf einen nahegelegenen Parkplatz zu lotsen.
Der Urlauber wurde jedoch misstrauisch. An seinem eigenen Fahrzeug seien keine Spuren eines Kontakts erkennbar gewesen. Außerdem kannte er die Betrugsmasche bereits. Als er ankündigte, die Polizei einzuschalten, änderte sich die Situation schlagartig.
"Ich kenne diesen (Spiegel)Trick aus dem Internet und als ich erklärte, ich werde die Polizei beiziehen, äußerte er plötzlich, dass das mit dem Spiegel doch kein Problem sei und fuhr rasch davon", erzählt der Mann.
Der sogenannte Spiegeltrick ist seit Jahren bekannt. Dabei behaupten Betrüger nach einem fingierten Vorfall, ein Fahrzeug sei beschädigt worden, und verlangen sofort Geld für die angebliche Reparatur.
Immer wieder berichten Urlauber von ähnlichen Erlebnissen. Auch die Polizei warnt regelmäßig vor solchen Maschen.