Parken, Tempo, Alkohol

Wer diese Regeln missachtet, zahlt noch Jahre später

Wer eine Reise mit dem Auto tut, sollte sich vorher über die geltenden Regeln im Zielland informieren. Der ÖAMTC warnt vor empfindlichen Strafen.
Newsdesk Heute
22.05.2026, 21:30
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Gerade über das Pfingstwochenende oder in den Sommerferien zieht es viele Österreicher in den Süden. Beliebte Urlaubsländer wie Italien, Slowenien und Kroatien sind dabei bequem mit dem Auto erreichbar.

Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten, warnt der ÖAMTC. "Es halten sich immer noch viele Irrtümer und Mythen rund um Verkehrsstrafen im Ausland", wird ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner von der "Kleinen Zeitung" zitiert.

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"Unwissenheit schützt vor Strafe nicht"

Demnach würden viele Austro-Urlauber die Konsequenzen für nicht beachtete Verkehrsregeln in den Urlaubsländern unterschätzen. "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht", betont Pronebner. Deswegen rät sie dazu, sich vorher mit den jeweiligen Regeln des Ziellandes auseinanderzusetzen.

Nicht nur während des Urlaubs, sondern auch noch lange danach könnten Strafen ins Haus flattern. Dies lasse sich vor allem gut an Kroatien erklären, wo häufig Parkverstöße für Ärger noch lange nach der Reise sorgen können.

Empfindliche Parkstrafen

Demnach würden viele Reisende Parktickets nicht aufbewahren oder generell darauf vertrauen, dass das Parken dort gratis ist. Dies kann zu unliebsamen Zahlungsaufforderungen führen, die erst Jahre später zugeschickt werden können.

Diese Forderungen können auch mal schnell 200 Euro betragen. Urlauber sollten deshalb Parkscheine fotografieren und Zahlungsbelege aufheben. Die Juristin rät dazu, diese mindestens fünf Jahre lang zu behalten.

Fahrzeugbeschlagnahme in Italien

Besonders streng geht es bei Alkoholverstößen in Italien zu. Bei einem Wert von 1,5 Promille am Steuer droht dem Eigentümer des Wagens die Beschlagnahme. Aber auch ab 0,5 Promille wird es teuer. Hier drohen Beträge von 545 Euro.

Zudem werden Geschwindigkeitsüberschreitungen streng bestraft. Wer mit 20 km/h über dem Tempolimit erwischt wird, muss 175 Euro zahlen. Findet der Verstoß nachts statt, kann sich der Betrag um ein Drittel erhöhen. Beim Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung drohen 250 Euro.

Autobahn als Kostenfalle

Besonders in Slowenien rät die Juristin dazu, auf der Autobahn aufzupassen. Die Strafen sollen dort äußerst streng sein. Teuer kann es nicht nur bei Geschwindigkeitsüberschreitungen werden.

Wer ohne gültige Vignette unterwegs ist, riskiert ein hohes Bußgeld. Daher sollte man die digitale oder klassische Vignette rechtzeitig vor Fahrtantritt besorgen beziehungsweise überprüfen.

Früh zahlen lohnt sich

Allgemein sollten Strafen aus dem Ausland nicht ignoriert werden. Auch in Österreich können offene Bußgelder aus EU-Ländern inzwischen eingetrieben werden. Bei Missachtung der Strafen kann es Probleme bei der Wiedereinreise kommen.

Zahlt man eine Strafe früh, kann man sich hingegen über Ermäßigungen freuen. So gibt es etwa in Italien einen Rabatt von 30 Prozent, wenn man ein Bußgeld innerhalb von fünf Tagen begleicht.

{title && {title} } red, {title && {title} } 22.05.2026, 21:30
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