27-Jähriger legt Geständnis ab

Er postete gerne über Mordfälle – dann erschoss er Frau

Ein 27-Jähriger, der selbst Berichte über den Cobra-Mordfall teilte, steht nun unter Mordverdacht. Er soll eine 28-Jährige mit Schüssen getötet haben.
Newsdesk Heute
22.05.2026, 14:08
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Monatelang teilte ein 27-jähriger Steirer auf Facebook Berichte über den Mordfall rund um die verschwundene Johanna G. und die Festnahme eines Cobra-Polizisten. Nun sitzt der Mann selbst in Untersuchungshaft – wegen des Verdachts, eine 28-Jährige in Niederösterreich erschossen zu haben.

Wie die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt am Freitag mitteilte, wurde die Verhängung der U-Haft beantragt. Der Beschuldigte soll gestanden haben, eine 28-jährige Sekretärin in Kottingbrunn getötet zu haben. Laut seinem Verteidiger gilt eine persönliche Kränkung als Motiv. Der Mann soll mit dem Opfer eine Beziehung gehabt haben.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte >

Drei Schüsse in den Kopf

Der 27-Jährige wurde nach seiner Festnahme in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Nach Angaben seines Anwalts Manfred Arbacher-Stöger soll der Steirer der Frau mit einer legal besessenen Pistole drei Mal in den Kopf geschossen haben. Der Beschuldigte ist Sportschütze.

Dass die 28-Jährige durch einen Kopfschuss starb, wurde laut Staatsanwaltschaft auch bei der vorläufigen Obduktion festgestellt. Die Eltern hatten die leblose Frau am 14. Mai in ihrer Wohnung entdeckt. Laut ersten Erkenntnissen dürfte die Tat rund um diesen Tag passiert sein. Weitere Details erwarten sich die Ermittler vom schriftlichen Obduktionsgutachten, das erst in einigen Wochen vorliegen soll.

Munition für Schießsport oder Jagd

Zu Beginn der Ermittlungen war laut Behörden sogar ein Sturz als mögliche Todesursache geprüft worden. Erst die gerichtsmedizinische Untersuchung brachte den Verdacht eines Gewaltverbrechens ans Licht. Verwendet worden sein soll Munition vom Kaliber .22, wie sie häufig im Schießsport oder bei der Jagd auf Niederwild eingesetzt wird.

Erfolgreicher Bauunternehmer mit KI-Bildern

Der Mann aus der Südoststeiermark soll gegenüber Ermittlern als verschlossen und introvertiert aufgetreten sein, berichtet die "Kleine Zeitung".

Auf seinem Facebook-Profil präsentierte er sich mit KI-generierten Bildern als erfolgreicher Jungunternehmer im Baugewerbe. Firmengebäude und Fahrzeuge sollen dabei jedoch aus dem Computer stammen.

Auch bearbeitete Fotos mit durchtrainiertem Körper postete der 27-Jährige. Kontakte zu echten Freunden seien auf seinem Profil allerdings kaum zu finden gewesen.

Für den Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 22.05.2026, 14:15, 22.05.2026, 14:08
Jetzt E-Paper lesen