"Kränkung" als Motiv

Nach Liebesnacht – Killer schoss Frau drei Mal in Kopf

Zur Bluttat in Kottingbrunn gibt es neue Details: Ein Steirer (27) soll geständig sein. Eine Liebesnacht soll völlig aus dem Ruder gelaufen sein.
Victoria Carina  Frühwirth
21.05.2026, 11:23
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Wie der Anwalt des Tatverdächtigen gegenüber "Heute" bestätigt, dürfte ein Liebestreffen völlig aus dem Ruder gelaufen sein. Wegen Kränkung soll ein 27-jähriger Steirer die Frau erschossen haben. "Mein Mandant gesteht alles", berichtet Anwalt Manfred Arbacher-Stöger im "Heute"-Gespräch. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Frau tot von Eltern gefunden

Wie "Heute" bereits berichtete, wurde die junge Frau am 14. Mai leblos in ihrer Wohnung in Niederösterreich gefunden. Nachdem ihre Eltern länger nichts von ihr gehört hatten, betraten sie zu Christi Himmelfahrt mit einem Zweitschlüssel die Wohnung der 28-Jährigen. Dort fanden sie die Frau leblos vor.

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Zuerst Sturz vermutet

Zunächst war unklar, was passiert war. Erst eine Obduktion brachte die Wende: Die Ermittler gingen danach von einem Gewaltverbrechen aus. Das Landeskriminalamt Niederösterreich übernahm die Ermittlungen. Erst waren ein Sturz oder Suizidversuch vermutet worden. Die Kopfwunde soll laut "Kurier" zunächst den Schusskanal der Waffe verdeckt haben.

Gewalt an Frauen: Hier finden Sie Hilfe

Frauenhelpline Tel.: 0800 / 222 555

Polizei Tel.: 133

Helpchat: haltdergewalt.at

Österreichische Gewaltschutzzentren Tel.: 0800 / 700 217

Handydaten brachten Ermittler auf Spur

Laut "Krone" geriet der nun Festgenommene im Zuge der Ermittlungen rasch ins Visier der Beamten. Eine wichtige Rolle soll dabei die Auswertung von Handydaten gespielt haben. Dem Bericht zufolge standen der Verdächtige und die Frau in regelmäßigem Kontakt – teils sollen sie bis zu 40 mal täglich miteinander telefoniert haben, berichtet die "Krone".

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Am Tatort selbst wurden laut bisherigen Informationen keine Einbruchsspuren festgestellt. Auch der Schlüssel der Frau war zunächst nicht auffindbar. Die Ermittler prüften daher unter anderem, wer zuletzt Kontakt zu ihr hatte.

Verdächtiger war Sportschütze, besaß 10 Waffen

Laut "Krone" soll es sich bei dem Verdächtigen um einen Sportschützen handeln. Zehn Waffen soll der 27-Jährige besessen haben. Er soll mit einer Kleinkaliberwaffe zur Wohnung der Frau gefahren sein. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass die Ermittler als Tatwaffe ein Kleinkaliber vermuteten.

In Kottingbrunn war eine junge Sekretärin tot von ihren Eltern aufgefunden worden.
Thomas Lenger

Der Anwalt des Verdächtigen, Manfred Arbacher-Stöger, sagt gegenüber "Heute": "Mein Mandat hat sich schwer gekränkt gefühlt. Deshalb hat er die Beherrschung verloren. Es tut ihm leid, er hat bereits alles gestanden." Der Tatverdächtige soll sich demnach nach einer gemeinsamen Nacht in seiner Ehre gekränkt gefühlt und daraufhin die Frau erschossen haben.

Die Ermittlungen in dem Fall laufen weiter. Für den 27-jährigen Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

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