Ein Polizei-Einsatztrainer aus der Steiermark ist ins Visier seiner eigenen Kollegen und der Staatsanwaltschaft geraten. Dem Mann wird vorgeworfen, besonders durchschlagskräftige Munition für Dienstpistolen entwendet und unerlaubt weiterverkauft zu haben.
Polizei-Übungsleiter spielen eine wichtige Rolle: Sie rüsten Polizisten für den Alltag und bereiten sie auf gefährliche Einsätze vor. Zum Aufgabenbereich gehören auch Schießtrainings, um die Sicherheit von Beamten und Unbeteiligten zu gewährleisten.
Wie die "Krone" berichtet, läuft gegen den steirischen Schießübungsleiter nun ein Ermittlungsverfahren. Die Zeitung will weitere brisante Details kennen, die den Fall besonders heikel machen.
So soll der Top-Beamte nicht nur Schützlinge trainiert, sondern nebenbei auch Munition gestohlen haben. Diese soll er dann an zumindest einen Bekannten weitergegeben haben!
Noch ist unklar, wie viel Munition genau abgezweigt wurde und wer die Abnehmer waren. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit die Vorwürfe und hat entsprechende Ermittlungen eingeleitet.
Der pikante Skandal flog letztlich durch einen Zufall auf: Der Abnehmer der Munition war selbst ins Visier der Justiz geraten, nachdem er auf Social Media extreme Inhalte veröffentlicht haben soll.
Bei einer Hausdurchsuchung stießen die Ermittler auf seit 2021 verwendete heimische Polizeimunition vom Typ Deformationsgeschoss (Action Austria AED) mit höherer Durchschlagskraft beziehungsweise "Mann-Stopp-Wirkung". Die Patronen passten zu einer Glock 17 – jener Dienstpistole, die auch von der österreichischen Exekutive verwendet wird.
Im Verhör belastete der Verdächtige schließlich einen Einsatztrainer der Polizei. Dieser soll ihm die illegale Ware verkauft haben und galt laut seinen Aussagen als "Dealer seines Vertrauens".