Meteorologen hatten bereits im Vorfeld vor schweren Gewittern gewarnt – und die Prognosen trafen ein. Besonders im Rheintal gingen teils enorme Hagelmengen nieder.
Laut Wetterbeobachtern entwickelte sich über dem Westen Österreichs eine besonders kräftige Gewitterzelle. Der Wetterdienst UWZ warnte vor schwerem Gewitter, Starkregen und Hagel. Für Vorarlberg wurde zeitweise die höchste Warnstufe ausgegeben.
Besonders betroffen waren die Bezirke Dornbirn und Bregenz, wo die Unwetterfront mit voller Wucht durchzog. Zahlreiche Menschen berichteten von Hagelgeschossen, die teilweise die Größe von Golfbällen erreicht haben sollen.
Autos wurden in Sicherheit gebracht, Menschen suchten Schutz unter Vordächern und in Garagen. Der ORF Vorarlberg berichtete von heftigen Gewittern, die über das Bundesland hinwegzogen.
Die Kombination aus großer Hitze, feuchtwarmer Luft und einer herannahenden Kaltfront hatte ideale Bedingungen für die Entstehung schwerer Gewitter geschaffen. Meteorologen hatten bereits im Laufe des Tages darauf hingewiesen, dass lokal auch Unwetter mit großem Hagel möglich seien.
Besonders schlimm war es im Rheintal. Dort bedeckte eine dicke Hagelschicht innerhalb kürzester Zeit Straßen und Grünflächen.
Zuvor waren in Österreich noch Temperaturen von deutlich über 35 Grad gemessen worden, ehe die Atmosphäre förmlich explodierte. Ob und in welchem Ausmaß Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen oder in der Landwirtschaft entstanden sind, war am Abend zunächst noch unklar.
Die Einsatzkräfte (bereits über 100 Mal ausgerückt) und Wetterdienste beobachteten die Lage weiterhin genau, da auch in den Abendstunden weitere Gewitter möglich waren.