"Hagel und Sturzfluten"

Gluthitze und gefährliche Gewitter auf dem Vormarsch

Zum Wochenende erster Wüstentag mit mehr als 35 Grad in Österreich, mit der Hitze steigt auch die Gefahr von schweren Gewittern an.
Wetter Heute
17.06.2026, 17:40
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Mit dem Hoch GORGIAS baut sich über Europa derzeit eine markante Hitzewelle auf. Das kräftige Hochdruckgebiet verstärkt sich über Südwesteuropa und verlagert sich bis zum Wochenende langsam nach Osten. Die Folge: Sehr heiße Luft subtropischen Ursprungs strömt nach Mitteleuropa und sorgt auch in Österreich für die bislang intensivste Hitzewelle des Jahres. "Der Sommer dreht auf!", lautet die Ansage der Meteorologen der Unwetterzentrale UWZ.

Bereits am Donnerstag und Freitag steigen die Temperaturen in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie an der Adria verbreitet auf 30 bis 35 Grad. In Spanien, Italien und Frankreich werden sogar 35 bis 38 Grad erwartet. Besonders in der Mitte Frankreichs könnten die Temperaturen in den kommenden Tagen sogar die 40-Grad-Marke knacken.

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Auch Österreich steuert laut Prognose von www.ubimet.at auf den ersten Wüstentag des Jahres zu. Als Wüstentag bezeichnen Meteorologen Temperaturen ab 35 Grad. Im langjährigen Durchschnitt tritt dieser erst gegen Ende Juni auf. Auffällig: Im Vergleich zu den 1970er- und 1980er-Jahren wird diese Marke mittlerweile rund zwei Wochen früher erreicht.

Tropennächte in Wien

Am Wochenende erreicht die Hitzewelle ihren ersten Höhepunkt. In vielen Regionen Österreichs sind Höchstwerte zwischen 33 und 36 Grad zu erwarten. Die größten Chancen auf die höchsten Temperaturen bestehen im Osten und Südosten des Landes. Der österreichische Juni-Hitzerekord von 38,6 Grad aus Waidhofen an der Ybbs (2013) dürfte aber vorerst außer Reichweite bleiben.

Besonders belastend werden die Nächte. Vor allem in Städten wie Wien kündigt sich eine Serie von Tropennächten an. Dabei sinken die Temperaturen selbst in den Nachtstunden nicht mehr unter 20 Grad.

Heikle Lage am Wochenende

"Die zunehmende Hitze sorgt schon am Donnerstag zwischen Südösterreich, Slowenien und Nordostitalien für die ersten Schwergewitter samt örtlichem Starkregen, Hagel und Sturm", warnt Senior-Meteorologe und Extremwetter-Spezialist Michele Salmi. Am Freitag sind dann generell im westlichen Alpenraum sowie auch in weiten Teilen Frankreichs und Deutschlands Unwetter zu erwarten.

Auch Clemens Grohs von Kachelmannwetter warnt: "Am Freitag kommen in der schwülen und heißen Luftmasse im Tagesverlauf vom Bodensee bis ins Salzburger Land und auch in Osttirol und Oberkärnten schwere Gewitter samt Hagel und Sturzfluten auf!"

Auch am Wochenende bleibt die Wetterlage in Österreich heikel. Eine nur langsam ziehende Kaltfront überquert das Land von Westen nach Osten. Dadurch steigt die Gefahr kräftiger Gewitter deutlich an. Der Wetterfachmann spricht von Starkregenmengen von 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit. Dazu sind Hagelkörner mit zwei bis vier Zentimetern Durchmesser und Sturmböen bis 90 km/h möglich.

Eine Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. Auch zu Beginn der kommenden Woche bleiben Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke möglich. Erst zur Wochenmitte könnte eine stärkere Kaltfront eine Wetteränderung bewirken: "Neben einer neuen Runde Unwetter sollte sie zumindest auch für eine vorübergehende, mäßige Abkühlung sorgen. Die Unsicherheiten diesbezüglich sind jedoch noch recht groß", so Salmi.

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