Höllen-Hitze erfasst Europa

"Sind darauf nicht vorbereitet" – Meteorologen entsetzt

Temperaturen 15 Grad über Normal! Frankreich wird erneut zum Hotspot Europas. Meteorologen befürchten Höllen-Hitze und katastrophale Unwetter.
Newsdesk Heute
17.06.2026, 11:06
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Eine heftige Hitzewelle erfasst jetzt Europa. Frankreich liegt auch dieses Mal im Zentrum der Glut: Am Montag (15.6.) stiegen die Temperaturen verbreitet auf deutlich über 30 Grad. In der südlichen Gemeinde Durban-Corbières, Region Okzitanien, wurden sogar 37,3 Grad erreicht.

Die Berechnungen der Wettermodelle zeichnen ein düsteres Bild. Der erfahrene Meteorologe Guillaume Séchet sieht darin "objektiv Anlass zu echter Sorge". Für Frankreich wird es ein dramatisches Déjà-vu: "Es zeichnet sich eine vergleichbare Situation zu der außergewöhnlichen ersten Hitzewelle im Mai ab. Allerdings mit einer potenziell höheren Intensität, da wir uns nun im Herzen der heißen Jahreszeit befinden." Die diesjährigen Ereignisse seien "beispiellos".

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Die Wetterkarten für Sonntag, den 21. Juni 2026, sind heftig: "Wir werden 8 bis 15 Grad über den saisonalen Durchschnittstemperaturen liegen, und die 40°C werden in mehreren Regionen zweifellos erreicht!" Séchet rechnet damit, dass der Extremtemperaturen-Index EFI bis zum kommenden Montag quasi auf Anschlag stehen wird.

Und danach kommt die Entspannung? Fehlanzeige! "Auch wenn die Temperaturen danach leicht abnehmen könnten, hat die Hitzewelle alle Chancen, sich weit über diesen Tag hinaus fortzusetzen", so der Franzose auf X. Laut einigen Prognosen könnte diese intensive Hitze sogar bis Ende Juni anhalten.

Durch die Hitze staut sich zunehmend Energie in der Atmosphäre auf. Besonders im Norden Frankreichs und Belgien bis nach Deutschland besteht im Zusammenspiel mit einem heranziehenden Tiefdruckgebiet über dem Atlantik in der zweiten Wochenhälfte hohe Unwettergefahr.

Superzellen, Hagel-Gewitter

"Die ersten schweren Gewitter werden voraussichtlich am Donnerstag, dem 18. Juni 2026, auftreten", informiert Séchets Wetterdienst "Meteo-Villes". Wo sie sich entladen, wird es heftig: "Sie können sich leicht zu Superzellen entwickeln, die große Hagelkörner erzeugen und erhebliche Schäden anrichten können." Genau dies wurde in der Normandie auch während der frühen Hitzewelle Ende Mai beobachtet.

Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch der Betreiber von "Météovillages": "Ich denke objektiv, dass das, was sich anbahnt, eine Katastrophe ist." Die bevorstehende Hitzewelle sei besorgniserregend, Werte jenseits der 40 Grad im Zentrum des Landes zu befürchten.

"Auch wenn diese Werte extrem bleiben, ist es das nicht, was mich am meisten beunruhigt". Problematisch seien vielmehr die Feuchtigkeit in den unteren Luftschichten, die für die erwarteten Gewitter sorgen dürfte und andererseits die nächtlichen Temperaturen.

"Aufgrund der sehr kurzen Nächte würde eine Hitzewelle im Juni minimale Temperaturen erzeugen, die höher sind als im August zum Beispiel. Kombiniert mit dieser Feuchtigkeit könnte die nächtliche Hitze es leicht ermöglichen, dass die Temperaturen am kältesten der Nacht nicht unter 25°C fallen, mehrere Tage hintereinander". Das treffe vor allem die nördlichen Regionen, wo viele Haushalte bis heute nicht klimatisiert sind, hart. Auch in der Region Paris werden Temperaturen von 37 bis 39 °C erwartet... Düsterer Nachsatz: "Wir sind nicht vorbereitet."

{title && {title} } red, {title && {title} } 17.06.2026, 11:06
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