Testflug in Norwegen geplant

Rakete aus Bayern will heute SpaceX davonfliegen

Nach mehreren Verzögerungen plant das deutsche Start-up Isar Aerospace am Montagabend den zweiten Testflug seiner Rakete.
Heute Life
15.06.2026, 09:48
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Das bayerische Raumfahrtunternehmen Isar Aerospace will einen weiteren Versuch starten, seine Rakete ins All zu schicken. Der zweite Testflug der „Spectrum“-Rakete ist für Montagabend vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya angesetzt.

Das Unternehmen mit Sitz in Ottobrunn bei München entwickelt die Rakete, um künftig Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen zu bringen. Ziel ist es, schneller als der US-Anbieter SpaceX die Serienreife für kommerzielle Flüge zu erreichen.

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Wie t-online unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa berichtet, musste der Testflug bereits dreimal verschoben werden – unter anderem wegen technischer Probleme und einer nicht rechtzeitig geräumten Sicherheitszone.

Erster Testflug endete im Meer

Der erste Flugversuch der Spectrum-Rakete im Frühjahr des vergangenen Jahres scheiterte, als das Fluggerät nach 30 Sekunden ins Meer stürzte. Bei den weiteren geplanten Starts kam es unter anderem zu einem defekten Ventil und einem leckenden Druckbehälter.

Für den aktuellen Test sind erneut fünf Minisatelliten und ein wissenschaftliches Experiment an Bord.

Noch werden die meisten europäischen Satelliten von SpaceX ins All gebracht – Isar Aerospace möchte diese Abhängigkeit verringern und plant, künftig bis zu 40 Raketen jährlich zu produzieren.

Österreich-Technik an Bord

In der Raketenentwicklung von Isar Aerospace steckt auch viel österreichisches Know-how. Bereits an der Spitze steht mit dem Vorarlberger Daniel Metzler ein österreichischer Co-Gründer und CEO.

Auf industrieller Ebene steuern heimische High-Tech-Zulieferer wie das Osttiroler Unternehmen MICADO spezialisierte Fertigungsvorrichtungen bei.

Zudem setzt das Unternehmen stark auf akademische Kooperationen aus Österreich: Während das Space Team der TU Wien bei Testflügen eng mit Isar Aerospace zusammenarbeitet, entwickeln Schülerinnen und Schüler der HTL Salzburg die Software für Satelliten-Experimente, die mit der Rakete ins All fliegen.

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