Der Sommerurlaub in Italien wird für viele Familien deutlich kostspieliger. Vor allem an den Hotspots in Kampanien steigen die Preise kräftig. Wer in Sorrent, Capri oder Positano einen entspannten Tag am Meer verbringen will, muss dafür inzwischen tief in die Tasche greifen.
Ein neuer Preisvergleich der italienischen Konsumentenschutzorganisationen Altroconsumo und Federconsumatori zeigt: Ein Strandtag in Kampanien kostet im Sommer 2026 im Schnitt rund sechs Prozent mehr als noch im Vorjahr. Gegenüber 2021 beträgt der Preisanstieg bereits 24 Prozent.
Nicht nur Liegen und Sonnenschirme werden teurer. Auch Parkgebühren, Anreise sowie Essen und Getränke treiben die Kosten nach oben.
Wie groß die Preisunterschiede sind, zeigt ein Blick auf die einzelnen Badeorte. Während Urlauber in Pontecagnano einen Sonnenschirm bereits ab sechs Euro pro Tag bekommen, verlangen exklusive Strandclubs auf der Halbinsel von Sorrent bis zu 350 Euro für denselben Service.
Familienfreundlich bleiben vergleichsweise das Cilento mit durchschnittlich rund 35 Euro sowie Ischia und Procida mit etwa 40 Euro pro Sonnenschirm. Am beliebten Lido Domizio liegt der Durchschnitt sogar bei nur 15 Euro.
Besonders teuer wird es an den Nobelküsten von Sorrent, Capri, Amalfi und Positano. Dort kostet ein Strandtag für eine vierköpfige Familie inzwischen mehr als 1.500 Euro – rund 200 Euro mehr als noch im Sommer 2025.
Zu den Ausgaben für Strandliegen kommen häufig ein Mittagessen, Transport sowie hohe Parkgebühren. Allein ein Touristen-Menü kostet mittlerweile durchschnittlich fast 40 Euro pro Person. Parkplätze schlagen vielerorts mit mehr als 30 Euro täglich zu Buche.
Selbst klassische Familienziele bleiben von den Preissteigerungen nicht verschont. In Palinuro kostet das Familienpaket mit zwei Sonnenschirmen und vier Liegen inzwischen 248 Euro. In Santa Maria di Castellabate müssen Urlauber mindestens 100 Euro einplanen – zehn Euro mehr als im Vorjahr.
Auch am Litorale Domizio steigen die Preise. Für vier Personen werden allein für Sonnenschirme und Liegen durchschnittlich rund 60 Euro fällig. In Licola kostet die Strandausstattung mittlerweile mindestens 45 Euro.
Neben den Strandpreisen verteuern auch höhere Benzinpreise und Parkgebühren den Badeausflug. Die durchschnittlichen Parkkosten sind erneut gestiegen, gleichzeitig erschweren knappe Stellplätze die Anreise zu beliebten Stränden.
Hinzu kommen höhere Preise für Eis, Getränke, Kaffee und Snacks. Diese liegen laut Erhebung im Schnitt um 5,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.