Ein Tag am Meer in Italien kann heuer richtig teuer werden. Das zeigen die von Altroconsumo und Federconsumatori erhobenen Daten. In der süditalienischen Region Kampanien steigen die Kosten für den Strandurlaub im Sommer 2026 demnach um rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders an den Nobelstränden rund um Sorrent, Capri, Amalfi und Positano müssen Urlauber tief in die Tasche greifen.
Während ein Sonnenschirm in Pontecagnano bereits ab sechs Euro zu haben ist, werden an den exklusiven Stränden der Halbinsel von Sorrent für denselben Service bis zu 350 Euro verlangt. Familienfreundlichere Ziele wie das Cilento mit durchschnittlich 35 Euro oder die Inseln Ischia und Procida mit rund 40 Euro bleiben zwar günstiger, doch auch dort ziehen die Preise weiter an.
Die steigenden Kosten betreffen jedoch längst nicht nur die Strandbäder. Zudem verteuern Parkgebühren, Benzinpreise und öffentliche Verkehrsmittel den Badetag spürbar. Wer mit dem Auto anreist, zahlt im Schnitt rund zwei Euro mehr fürs Parken als im Vorjahr.
Auch der Snack zwischendurch wird kostspieliger: Für Sandwiches, Eis, Kaffee oder Getränke müssen Urlauber durchschnittlich 5,4 Prozent mehr bezahlen als noch 2025.
Vor allem Familien spüren die Preisentwicklung deutlich. In beliebten Ferienorten summieren sich Liegen, Sonnenschirme, Verpflegung und Anreise rasch auf mehrere hundert Euro. In Palinuro kostet ein Familienpaket mit zwei Sonnenschirmen und vier Liegen mittlerweile 248 Euro. Auch in Santa Maria di Castellabate wurde die 100-Euro-Marke bereits überschritten.
Besonders drastisch fällt die Rechnung in den Luxusdestinationen aus: In Sorrent, Capri, Amalfi und Positano kann ein Strandtag für eine vierköpfige Familie inklusive Liegen, Sonnenschirm, Mittagessen, Anreise und Parken inzwischen mehr als 1.500 Euro kosten. Das sind rund 200 Euro mehr als noch im Sommer 2025.
Experten führen die Entwicklung auf Inflation, gestiegene Energiepreise und höhere Betriebskosten zurück. Gleichzeitig verteuern überlastete Verkehrswege, knappe Parkplätze und steigende Fährpreise den Urlaub zusätzlich.
Damit wird der klassische Strandtag in Kampanien für viele Familien zunehmend zur Kostenfrage – und an den exklusivsten Küstenabschnitten zum Luxus, den sich immer weniger leisten können.