Kalmar, Palmherz, Amalfi Zitrone, Braune Butter – eine der aktuellen Speisen auf der Karte von Spitzenkoch Andreas Senn. In seinem Salzburger Haubenlokal kostet ein 4-Gang-Menü 225 Euro, 6 Gänge sind 275 Euro wert. Weinbegleitung kostet extra 180 Euro. Jetzt sorgt der Gastronom mit einer aufsehenerregenden Aktion für positive Aufruhr unter Dining-Fans.
Unter dem Motto "SENNS First Taste" lädt der Salzburger im Juni an jedem Öffnungstag unter der Woche junge Menschen unter 30 Jahren in sein 2-Sterne-Restaurant SENNS ein. Jeden Tag wird ein Tisch für die Gewinner reserviert, die jeweils eine Begleitperson mitbringen dürfen.
Hinter der Aktion steckt mehr als eine Einladung zum Essen. Andreas Senn will herausfinden, wie junge Menschen heute über Spitzengastronomie denken und was Fine Dining künftig bieten muss, um auch für die nächste Generation attraktiv zu bleiben.
"Die junge Generation denkt Kulinarik, Kultur und Ausgehen heute neu. Im SENNS zeigen wir eine moderne, lebendige und überraschende 2-Sterne-Küche. Wir wollen von unseren jungen Gästen wissen, wie Fine Dining in ihren Augen heute funktionieren muss", sagt Andreas Senn.
Nach dem Aktionsmonat sollen die Teilnehmer auch befragt werden. Die Erkenntnisse daraus könnten Einfluss auf zukünftige Konzepte des Hauses haben.
Mit der Initiative stößt Senn bewusst eine Diskussion über die Zukunft der Spitzengastronomie an. "Wir sind in der Spitzenküche heute mehr denn je gefordert, Barrieren abzubauen und zu zeigen, dass Fine Dining längst nicht nur für eine etablierte Zielgruppe gedacht ist", so Senn.
Wer teilnehmen möchte, kann sich direkt über die Instagram-Seite des Restaurants bewerben. Für jeden Öffnungstag unter der Woche wird aus den Kommentaren eine Gewinnerin oder ein Gewinner gezogen.
Das SENNS zählt mit zwei Michelin-Sternen, 18,5 Punkten im Gault&Millau und 99 Punkten im Falstaff zu den höchstbewerteten Restaurants des Landes.
Für Andreas Senn ist die Aktion ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Branche. "Dass Fine Dining tot ist, wie manche behaupten, sehe ich überhaupt nicht. Aber wir müssen uns als Gastronomie immer wieder neu erfinden. Mit SENNS First Taste wollen wir einen Anfang machen und daraus künftig etwas Eigenständiges entwickeln."