Schmückten den Opernball

Nach fast 100 Jahren – Traditionsbetrieb sperrt zu

Die Kunstgärtnerei Doll in Salzburg sperrt mit Ende September endgültig zu. Für viele im Stadtteil endet damit eine Ära.
Österreich Heute
27.05.2026, 15:55
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Fast ein Jahrhundert lang prägte die Kunstgärtnerei Doll den Salzburger Stadtteil Nonntal. Jetzt ist endgültig Schluss: Mit Ende September sperrt das traditionsreiche Familienunternehmen zu, das berichten die Salzburger Nachrichten (SN).

Das Aus kommt überraschend: Eigentlich hätte die Gärtnerei trotz der geplanten Neugestaltung der sogenannten "Doll-Gründe" weitergeführt werden sollen. Doch Firmenchef Jörg Doll entschied sich nun anders.

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"Alles andere als passend"

"Die Glashäuser müssen aus behördlichen Gründen abgerissen werden. Unser Familienbetrieb ist damit nicht mehr derselbe", erklärt er. Dazu komme die jahrelange Baustelle rund um das Areal. "Eine derart große Baustelle als Umgebung für unser Herzensanliegen, die Blumen, ist alles andere als passend."

Deshalb habe er beschlossen, "mich und das Unternehmen schweren Herzens in den Ruhestand zu schicken", so die SN.

Wichtiger Opernball-Ausstatter

Die Kunstgärtnerei Doll wurde bereits 1929 gegründet und ist weit über Salzburg hinaus bekannt. Besonders berühmt wurde der Betrieb auch durch den Opernball in Wien: 25 Jahre lang dekorierte Jörg Doll mit seinem Team die Wiener Staatsoper mit Blumen.

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Vor zweieinhalb Jahren wurde das Gelände an einen Projektentwickler verkauft. Nur das zentrale Gebäude mit dem Schnittblumenhauptgeschäft bleibt bestehen, weil es unter Erhaltungsgebot steht. Die Glashäuser werden hingegen abgerissen.

Bis Ende September bleibt die Kunstgärtnerei noch geöffnet. Danach rollen die Bagger an.

Jörg Doll führt den Betrieb seit 29 Jahren. Ganz still soll der Abschied aber nicht werden. Für die Kunden wolle er sich noch etwas Besonderes überlegen. "Es soll ja trotzdem ein charmantes und gutes Ende sein", sagt er.

Besonders schwer falle ihm das Ende der langen Familiengeschichte dennoch nicht nur aus beruflichen Gründen. "Es ist tröstlich zu wissen, dass mein Neffe die Blumen-Familientradition am Gründungsort in Wien fortführt", so die SN.

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