Mehr als 40 neue Waldbrände innerhalb von nur 24 Stunden sorgen in Griechenland für Alarm. Die Feuerwehren stehen im Dauereinsatz, gleichzeitig warnen die Behörden vor einer angespannten Lage in zahlreichen Urlaubsregionen. Für Österreichs Sommerurlauber stellt sich jetzt die Frage: Kann die Reise überhaupt stattfinden?
Die Waldbrandsaison hat in Griechenland mit voller Wucht begonnen. Allein zwischen Sonntagabend und Montagabend registrierte die Feuerwehr 43 neue Brände. Viele Feuer konnten zwar rasch eingedämmt werden, doch die Gefahr bleibt hoch.
Vor allem Hitze, Trockenheit und starker Wind begünstigen die Ausbreitung der Flammen. Die Behörden rufen Einheimische und Touristen gleichermaßen dazu auf, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Für zahlreiche Regionen gilt derzeit eine erhöhte Waldbrandwarnung.
Auch wenn derzeit nicht alle beliebten Ferienorte direkt von Bränden betroffen sind, kann sich die Lage innerhalb weniger Stunden ändern.
Grundsätzlich ja. Eine Reise nach Griechenland ist weiterhin möglich. Urlauber sollten sich allerdings unmittelbar vor der Abreise beim Reiseveranstalter, Hotel oder über offizielle Behörden wie die Website des griechischen Ministeriums für Klimakrise und Zivilschutz über die aktuelle Situation informieren.
Das österreichische Außenministerium empfiehlt außerdem, Warnmeldungen am Handy zu aktivieren und den Anweisungen der Einsatzkräfte unbedingt Folge zu leisten. Das griechische Ministerium für Klimakrisen und Zivilschutz hat für Krisen- und Katastrophenfälle ein Cell Broadcasting System eingerichtet, mit dem auch ausländische Mobiltelefone im Katastrophenfall eine Nachricht erhalten, wenn sie sich in einem betroffenen Gebiet aufhalten.
Reisende sollten zudem ausreichend trinken, die Mittagshitze meiden und stets ein geladenes Mobiltelefon sowie eine Powerbank dabeihaben. Im Notfall gilt auch in Griechenland die europaweite Notrufnummer 112.
Wer eine Pauschalreise gebucht hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen kostenlos zurücktreten. Das gilt dann, wenn Waldbrände oder andere außergewöhnliche Umstände die Anreise oder den Aufenthalt erheblich beeinträchtigen oder unmöglich machen, weist ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner hin.
Bei Individualreisen ist die Lage deutlich schwieriger. Ob Flüge oder Unterkünfte kostenlos storniert werden können, hängt vom jeweiligen Anbieter und den konkreten Umständen ab.
Die Expertin empfiehlt allen Urlaubern, die Entwicklung bis zur Abreise genau zu verfolgen. Zwar sind derzeit nicht alle Ferienregionen betroffen, doch Waldbrände können sich bei Wind rasch ausbreiten. Wer flexibel bleibt und offizielle Warnungen ernst nimmt, kann das Risiko deutlich reduzieren.