Der Urlaub ist gebucht, die Vorfreude steigt und die To-do-Liste wird immer kürzer. Doch zwischen Sehenswürdigkeiten, Shoppingmeilen und romantischen Altstädten lauert vielerorts eine unangenehme Gefahr: Taschendiebe haben in der Hauptreisezeit Hochsaison. Ein aktuelles Ranking von "Paul Camper", einer deutschen Plattform für Campingfahrzeuge, zeigt nun, in welchen europäischen Städten Urlauber besonders wachsam sein sollten.
Mailand führt das unrühmliche Ranking an: In der italienischen Millionenstadt wird im Schnitt einer von 162 Touristen Opfer von Taschendieben. Die Polizei zählt dort jedes Jahr mehr als 21.500 Fälle. Vorsicht ist besonders am Platz vor dem Mailänder Dom, in der Galleria Vittorio Emanuele II und rund um den Hauptbahnhof geboten. Auch Autodiebstähle sind ein Problem: Pro 100.000 Einwohner werden etwa 213 solcher Fälle registriert.
"Beware of Pickpockets": Wer schon einmal in London war, kennt diesen Warnhinweis – und das nicht ohne Grund. Hier wird rund jeder 367. Tourist bestohlen. Zu den Hotspots zählen der beliebte Camden Market sowie die Bezirke Westminster und Southwark.
Auch in Edinburgh kommt es an den typischen Sehenswürdigkeiten immer wieder zu Diebstählen – etwa beim Edinburgh Castle, auf der Royal Mile und in den Princes Street Gardens. Von den rund 1,8 Millionen Besuchern werden jährlich etwa 4.000 bestohlen.
Am Trevi-Brunnen drängen sich täglich unzählige Touristen, um Münzen ins Wasser zu werfen. Das lockt auch Taschendiebe, auf Italienisch "borseggiatori", an. Auch rund um das Kolosseum und in der Vatikanstadt solltest du besonders aufpassen, um nicht zu den etwa 110 täglich gemeldeten Opfern von Taschendiebstählen zu gehören.
Die schwedische Hauptstadt gilt zwar als vergleichsweise ruhig und sicher, dennoch kommt es auch dort regelmäßig zu Diebstählen. Statistisch wird einer von 322 Touristen Opfer eines Taschendiebstahls. Besonders in der Altstadt Gamla Stan, am Hauptbahnhof und im Freilichtmuseum Skansen kommt es immer wieder zu Vorfällen.
Immerhin: In Schweden kannst du in Sachen Autodiebstahl etwas entspannter sein. Dort werden Autos und Camper seltener gestohlen als etwa in Großbritannien oder Italien.