Neuer Todesfall nach AstraZeneca-Impfung in Österreich

EMA-Vertreter bestätigt, dass AstraZeneca in Verbindung mit den Thrombosen steht.
EMA-Vertreter bestätigt, dass AstraZeneca in Verbindung mit den Thrombosen steht. Science Photo Library / picturedesk.com ("Heute"-Montage)
Mittlerweile soll es in Österreich sieben Todesfälle nach einer Impfung mit AstraZeneca geben. Ein Mann starb kürzlich in Salzburg. 

Der Billig-Impfstoff des schwedisch-britischen Herzstellers AstraZeneca kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus: Ein rund 60-Jähriger starb rund zehn Tage nach der Immunisierung in einem Salzburger Krankenhaus. 

Mehrere Thrombosen

Der Mann hatte nach der Impfung Blutgerinnungsstörungen an zahlreichen Stellen im Körper bekommen, wurde ins Spital eingeliefert und starb. Der Verlauf des Salzburger Falles erinnert an jenen der Krankenschwester (49) aus Zwettl - auch sie hatte nach der Impfung Thrombosen im ganzen Körper bekommen. Bisher waren von den Gerinnungsstörungen indes überwiegend Frauen betroffen.

Sieben AstraZeneca-Opfer

Mittlerweile soll es laut "Heute"-Informationen bereits sieben Todesopfer nach AstraZeneca-Impfungen geben. Eine diesbezügliche Anfragebeantwortung des BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen) steht noch aus (Stand Montagabend). Kritiker hatten unter anderem die Intransparenz in den letzten Wochen angeprangert. 

Anfänglich hatte die EMA im Zwettler Fall einen Zusammenhang zwischen dem Tod der Pflegekraft und der AstraZeneca-Impfung ausgeschlossen, nach der Obduktion stand schließlich am 19. März 2021 fest: Die 49-Jährige starb an einer Impfreaktion - mehr dazu hier

Gleiches Risiko auch bei mRNA-Impfungen

Fakt ist: Die Unsicherheit bei den Impfstoffen ist nach wie vor groß. Erst vor wenigen Tagen hatte eine Oxford-Studie behauptet, auch Vakzine von BioNTech und Moderna hätten ein erhöhtes Thrombose-Risiko (sogar höher als bei AstraZeneca). BioNTech/Pfizer erklärte daraufhin jedoch, es gebe bislang nach weltweit über 200 Millionen verabreichten Impfdosen keine Hinweise darauf, dass arterielle oder venöse thromboembolische Ereignisse, mit oder ohne Thrombozytopenie, ein Risiko im Zusammenhang mit der Verwendung des COVID-19-Impfstoffs darstellen würden.

Mehrere Länder in der EU hatten temporär die Impfung mit AstraZeneca gestoppt- Dänemark setzte die Impfung sogar dauerhaft aus. Österreich vertraut dem Impfstoff, notgedrungen oder nicht, nach wie vor.

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