Bernie Ecclestone will Saab kaufen

Überraschende Wende bei Saab. Eigentlich sollte mit der Liquidation des unprofitablen Autoherstellers begonnen werden, doch es gibt offenbar neue Kauf-Interessenten. Allen voran steht Formel-1-Boss Bernie Ecclestone.


Neuer Hoffnungsschimmer für den schwer angeschlagenen schwedischen Autobauer Saab. Eigentlich will Eigentümer General Motors die Traditionsmarke sterben lassen, da sich kein geeigneter Käufer finden ließ. Laut dem britischen Sender BBC möchte nun Bernie Ecclestone gemeinsam mit der Investorengruppe Genii Capital die Schweden übernehmen.

Die in Luxemburg ansässige Genii Capital war zuletzt bei Renaults Formel-1-Team als Mehrheitseigentümer eingestiegen. Es ist aber bislang unklar, welche Rolle Ecclestone bei der Übernahme von Saab spielen soll.

Insgesamt drei Angebote

Mittlerweile hat der niederländische Sportwagenhersteller Spyker sein Angebot nachgebessert. Die Verhandlungen mit Saab-Eigentümer General Motors waren vor knapp drei Wochen gescheitert. GM hatte deshalb angekündigt, Saab mit Anfang des Monats zu liquidieren.

Die schwedische Finanzzeitung Dagens Industri berichtet unterdessen, dass der ehemalige Chef des Nutzfahrzeugherstellers MAN, Håkan Samuelsson, zusammen mit einer schwedischen Investorengruppe Interesse an Saab bekundet hat.

Geringe Chancen auf Rettung

Laut General Motors besteht aber trotzdem wenig Hoffnung für den Fortbestand von Saab. GM-Chef Ed Whitacre erklärte, diese Woche werde mit der Schließung von Produktionsstätten begonnen. "Wir haben immer gesagt, zeigt uns das Geld, dann könnt ihr Saab haben. Das ist nicht passiert", so Whitacre.

Saab beschäftigt 3.400 Mitarbeiter und zählt zu den kleinsten Anbietern von Serienfahrzeugen. Der Autobauer machte 2008 einen Verlust von 293 Millionen Euro und befindet sich seit Februar des Vorjahres in Insolvenz. Das 1937 gegründete Unternehmen stellte ursprünglich Flugzeuge her.

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