20 Jahre alt, dauernd kaputt

Besitzer stur – nur 3 Waschmaschinen für 328 Bewohner

Über 100 Studierende müssen sich eine 21 Jahre alte, stinkende Waschmaschine teilen. Bedarf für ein neues Gerät sieht der Heimbetreiber nicht.
Newsdesk Heute
12.06.2026, 21:33
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"Wenn ich einen Suppenlöffel hab, kann ich mit einem Löffel meine Suppe löffeln und brauche keinen zweiten Suppenlöffel."

Mit dieser etwas kuriosen Analogie argumentiert Georg Leitinger, Leiter des Salzburger Studentenwerks, warum er sicherlich keine weitere Waschmaschine anschaffen wird. "Das ist diese klassische Wegwerf-Gesellschaft: 'Na werf ma a Waschmaschine weg, kostet eh nur 4.500 Euro'", haut er auf die Beschwerdeführer hin und irrt sich daraufhin etwas im Preis eines neuen Geräts.

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Geräte über 20 Jahre alt

Es geht um die Situation im Studierendenwohnheim auf dem FH-Campus Puch-Urstein bei Salzburg, berichtet der ORF. Für die aktuell 328 Bewohner gibt es dort im Waschkeller nur drei Waschmaschinen und einen Trockner. Zwei der Geräte sind über 20 Jahre alt. "Da ist es normal, dass ein Gerät, das so oft benutzt wird, irgendwann kaputt geht", sagt Ferdinand Vennemann, ÖH-Vorsitzender FH Salzburg.

"Sie laufen über, die Waschmaschinen stinken extrem, auch nach der Wäsche. Ist auch absolut klar, bei 300 Personen, die drei Waschmaschinen benutzen. Ich denke Mal, dafür sind die nicht gemacht", so Vennemann weiter. Ein Waschgang kostet übrigens zwei Euro.

"Das macht einfach keinen Sinn"

Heimbetreiber Leitinger entgegnet, dass die Maschinen dem digitalen Erfassungssystem zufolge neun Stunden am Tag stillstehen würden. "Warum muss ich etwas anschaffen, das nicht notwendig ist, wenn drei Maschinen neun Stunden pro Tag verfügbar sind? Ich soll eine weitere Maschine kaufen, die dann wieder neun Stunden pro Tag stillsteht? Das macht einfach keinen Sinn."

Während die Studierenden von täglichen Fehlermeldungen sprechen, wegen derer man oft nicht waschen könne, entgegnet Heimbetreiber Leitinger, dass im hauseigene Portal im ganzen Jahr nur elf Fehlermeldungen erfasst wurden. "Wenn ich jetzt in die Buchhaltung schaue, sehe ich, dass es im Vorjahr elf Rechnungen gegeben hat, waren es auch nur elf Reparaturen. Wenn Bewohner eine defekte Waschmaschine nicht melden, können wir sie auch nicht reparieren."

Zumindest eine der über 20 Jahre alten Maschinen ersetzen, die von über 300 Personen benutzt werden, will er auch nicht. "Warum soll ich eine Waschmaschine austauschen, die funktioniert?" Und außerdem koste diese eben 4.500 Euro.

{title && {title} } red, {title && {title} } 12.06.2026, 21:33
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