Ärger wegen Kontrolle

"Wegen 5 Euro werde ich behandelt wie ein Dealer!"

Roland M. wollte anonym im Internet surfen. Doch schon beim Aufladen einer Karte um fünf Euro stieß er auf strenge Kontrollen.
Österreich Heute
10.06.2026, 17:02
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Was für viele nur eine Kleinigkeit ist, bringt Roland M. auf die Palme. Er will absolut anonym im Internet surfen, er will keine Spuren hinterlassen, will nicht, dass jemand weiß, was er sich ansieht. Zahlreiche Gesetze erlauben ihm das jedoch nicht, Hintergrund ist unter anderem der Kampf gegen Geldwäsche.

"Ich will 100 % Anonymität, vor allem im Internet", erzählt er im Gespräch mit "Heute". Der Steirer meint es ernst, seit sieben Jahren benutzt er eine Wertkarte, die nicht auf seinen echten Namen registriert gewesen ist, erzählt er. Dann kam eine neue, verbesserte Version seines Internet-Providers heraus, er wollte sie haben.

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Das Problem war die Bezahlung. Denn, sobald er bei dem Onlinedienst bezahlt, wird seine echte Identität sichtbar. Dann stieß er auf eine Kreditkarte-Karte, die ohne Konto funktioniert. Die "Aircash"-Karte ist ganz legal in Trafiken erhältlich und kann mit einem Guthaben aufgeladen werden. Für Roland M. positiv: Es gibt keine Spuren, die zu ihm führen. Doch auch diese Karte sorgt jetzt beim Salzburger für Ärger.

"Woher stammt das Geld?"

Um die Karte zu nutzen, muss zunächst Guthaben aufgeladen werden. Das geht entweder per Bankomatzahlung („da wissen die sofort, wer ich bin“), oder per Barzahlung.  Dabei wird jedoch eine Registrierung verlangt, er sollte einen Ausweis hochladen und Fragen beantworten – nichts für Roland M.

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Besonders empört ihn eine Nachfrage bei einer Einzahlung von lediglich fünf Euro. "Woher stammt das Geld?", sei er gefragt worden. "Ich packe es nicht mehr", sagt Roland M.

"Sind die verrückt?"

Für ihn steht der Aufwand in keinem Verhältnis zur Summe. "Das ist ein Wahnsinn, sind die verrückt? Das wegen nur fünf Euro."

"Ich will nur ungestört surfen"

Grundsätzlich habe er nichts dagegen, wenn Kriminellen das Handwerk erschwert werde. "Dieses Prinzip, dass man Leuten, die Geld mit Drogen oder Frauenhandel verdienen, das Leben schwer macht, finde ich gut", sagt er, "aber ich verstehe nicht, dass ich behandelt werde wie ein Dealer."

Kriminelle, die Geld waschen wollen, die machen das ganz anders, ist er überzeugt, „und ich darf nicht einmal einen Euro einzahlen. Ich will nur ungestört surfen im Internet", wiederholt Roland M.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.06.2026, 17:06, 10.06.2026, 17:02
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