Österreich

Enns: Polizei enthüllte, wer hinter Brandserie steckt

Die mutmaßlichen Feuerteufel von Enns sind gefasst. Die Polizei gab am Montag auf einer Pressekonferenz bekannt, wer die mutmaßlichen Täter sind.

Heute Redaktion
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Polizeichef Andreas Pilsl bei der Pressekonferenz am Montag in Linz
Polizeichef Andreas Pilsl bei der Pressekonferenz am Montag in Linz
Bild: fotokerschi.at, heute.at

Sie haben sie! Die mutmaßlichen Feuerteufel von Enns dürften gefasst sein.

Wie die Polizei am Montag bestätigte, handelt es sich um drei Freunde – zwei Burschen und eine junge Frau, alle gebürtige Österreicher.

Der Haupttäter ist 17 und kommt aus Ennsdorf (NÖ). Die Mittäter sind laut Polizei 20 und 23 Jahre alt. Es handelt sich um einen 23-Jährigen aus Ennsdorf und seine 20-Jährige Freundin, die aus Enns (Bez. Linz-Land) kommt.

Das gaben Polizeichef Andreas Pilsl und Alexander Riedler vom Landeskriminalamt OÖ bei einer Pressekonferenz in Linz bekannt.

Der 17-Jährige Österreicher ist geständig, die beiden anderen nicht. "Sie sind in den Befragungen noch sehr zurückhaltend", so Riedler. Das liegt wohl auch daran, dass der junge Bursch seinen 23-jährigen Freund belastet. Auch er soll zumindest einmal aktiv gezündelt haben. Die junge Frau hingegen fungierte als Fahrerin.

Der Bursch sitzt in St. Pölten (NÖ) in Haft, die beiden anderen wurden auf freiem Fuß angezeigt

Sie suchten den Nervenkitzel

Der Verdächtige dürfte Benzingemisch aus seinem Moped in Pet-Flaschen gefüllt haben und als Brandbeschleuniger verwendet haben. Motiv: "Suche nach Nervenkitzel", so die Polizei.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass die drei auch die Löscharbeiten durch die Feuerwehren beobachteten.

Die drei wollten eigentlich auch weiterhin Feuer legen. "Aber die massive Ausweitung des Streifendienst in Enns hat sie dazu bewogen, aufzuhören", so Pilsl.

Die beiden Männer sind laut Polizei vorbestraft und zwar wegen Gewaltdelikten.

Rückblick

In Enns hatte es in den vergangenen Tagen mehrmals gebrannt.

Bei einem Feuer am alten Bahnhof kam es dabei zu einer lebensgefährlichen Situation für Feuerwehrleute – mehr hier.

Gerüchte über Jugendliche, die für die Feuer verantwortlich sein könnten, hatte es schon vergangene Woche in Enns gegeben – mehr dazu hier.