Marco Schwarz als 14. am Samstag und Roland Leitinger als 17. am Montag waren jeweils die besten Österreicher gewesen. Im Kampf um das ohnehin bescheidene Ziel Top-Ten-Platz waren die rot-weiß-roten Techniker chancenlos gewesen. Zu wenig für die sonst so stolze Ski-Nation.
Allerdings ist es das aktuelle Leistungsvermögen, wie Herren-Cheftrainer Andi Puelacher nach dem Rennen im "ORF" zugab. "Das ist die Realität, die will ich auch nicht schönreden", so der 56-Jährige enttäuscht. "Marco Schwarz hatte zwei Fehler, das geht auf diesem Level nicht", so Puelacher über den Kärntner, der sich mit Rang 22 begnügen musste. "Für die anderen sind es die Ränge, auf denen wir aktuell sind", so der ÖSV-Chefcoach weiter.
Doch wie gelingt den Technikern der Weg aus der Krise? Das mangelnde Selbstvertrauen war augenscheinlich. "Im Endeffekt können wir nur weiter trainieren, die Athleten probieren ja wirklich alles, aber das Risiko fehlt eben, wenn du nicht das Selbstvertrauen hast", so der 56-Jährige.
"Nach dem ersten Rennen war ich wirklich am Boden. Deshalb muss man das durchaus als Fortschritt sehen", zeigte sich Leitinger gar nicht unzufrieden. Mit Platz 17! "Es war ein knappes Rennen, genau da heißt es, noch mehr Gas zu geben, aber das ist mir nicht gelungen", so der Riesentorlauf-Spezialist weiter, ergänzte aber: "Kritik ist sicher angebracht, wir können die Situation richtig einschätzen."
Manuel Feller, der es als 33. gar nicht erst in die Entscheidung geschafft hatte, war nach dem ersten Lauf schon ratlos gewesen. "Es ist alles zu leicht gegangen. Das ist dann eben das Zeichen, dass es nicht schnell ist", fasste der Tiroler die ÖSV-Situation zusammen.
Eine Chance für Steigerung gibt es dann unmittelbar vor Weihnachten in Alta Badia. Vielleicht ein kleines Weihnachts-Wunder...