Der US-Schriftsteller sei am Dienstag im Alter von 89 Jahren in seinem Haus in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico "eines natürlichen Todes" gestorben, erklärt seine Agentin der Deutschen Presse-Agentur. Nach seinem Weltbestseller "Die Straße" (2006) hatte Cormac McCarthy rund 16 Jahre lang keinen neuen Roman mehr veröffentlicht – und dann im vergangenen Jahr gleich zwei auf einmal: "Der Passagier" und "Stella Maris" sind nun die Abschiedswerke des Schriftstellers.
Viele seiner Werke sind an Horror und Grausamkeiten kaum zu überbieten. Grusel-Autor Stephen King bezeichnete McCarthy in einem Nachruf auf Twitter vielleicht gerade deshalb als "vielleicht den größten amerikanischen Schriftsteller meiner Zeit". Weltberühmt machte ihn der Westernthriller "No Country for Old Men" (deutsch: "Kein Land für alte Männer"), der auf seinem gleichnamigem Roman basiert. Der Film der Coen-Brüder gewann 2008 vier Oscars – und zur Verleihung erschien der Autor dann sogar überraschend selbst.
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Der Schriftsteller, der bis zuletzt eine Schreibmaschine benutzte, mied zeitlebens die Öffentlichkeit, gab nur wenige Interviews. Er zeigte sich so selten öffentlich, dass jüngst sogar alte Lokalzeitungsinterviews mit ihm aus den 1960er- und 1970er-Jahren für Schlagzeilen sorgten. Am liebsten bleibe er einfach im Bett, erzählt McCarthy da. "An manchen Tagen hole ich meine Bücher und meine Schreibmaschine und bleibe einfach den ganzen Tag da – oder mehrere Tage."
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