Bierwirt bedrohte ganze Familie mit dem Umbringen

Der "Bierwirt" - im Hintergrund die Tatwaffe, mit der er seine Ex-Freundin erschossen haben soll.
Der "Bierwirt" - im Hintergrund die Tatwaffe, mit der er seine Ex-Freundin erschossen haben soll.GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com ("Heute"-Montage)
Sechs Tage nach dem Mord an einer Krankenschwester in Wien spricht ihr Bruder in "Heute". Der Tatverdächtige hatte die Familie immer wieder bedroht.

In den vergangenen vier Monaten haben sich in Österreich neun Femizide ereignet. Zuletzt schockierte ein Mord in einem Gemeindebau in Brigittenau. Ein 42-Jähriger schoss seiner Ex-Lebensgefährtin (35) in den Kopf, sie verstarb wenig später im Krankenhaus.

"Sie hatte keine Chance"

Sechs Tage nach der erschütternden Tat spricht der Bruder des Opfers in "Heute". "Ich habe gehofft, dass sie es schafft, dass die Verletzungen doch nicht so schwer sind. Doch er hat ihr einfach in den Kopf geschossen. Sie hatte keine Chance", erzählt Darko M. unter Tränen.

"Er hat gewartet, bis die Tür aufging, die Kinder hinausgestürmt sind und dann auf sie geschossen", sagt er weiter. Der Bruder des Opfers fuhr dem Krankenwagen ins AKH hinterher. "Man ließ mich nach langem Betteln hinein. Nach zwei Stunden kamen die Ärzte und sagten mir, dass sie es nicht geschafft hat", schildert der 30-Jährige.

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Der mordverdächtige "Bierwirt" (42)  befindet sich weiter in Untersuchungshaft – für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Für Aufsehen sorgte ein Bericht, demzufolge dem Tatverdächtigen im Falle einer Verurteilung "nur" drei Jahre Haft drohen könnten – weil er nach der Tat drei Promille hatte.

"Er hat immer gedroht, dass er uns alle umbringt"

Darko M. ist sicher, dass sich der Verdächtige erst nach der Tat den immensen Pegel angetrunken hat: "Ich habe das von der dreijährigen Strafe in der Zeitung gelesen. Ich bin fassungslos. Er verdient seine gerechte Strafe, schließlich werden auch wir lebenslang leiden. Wir machen uns auch Sorgen. Sind wir dann die nächsten, wenn er in drei Jahren wieder rauskommt? Er hat uns immer gedroht, dass er uns alle umbringt, wenn sie ihn verletzt", erzählt er.

Aggressions- und Alkoholproblem bekannt

Das Motiv ist weiterhin unklar. Der mutmaßliche Täter schwieg im Verhör. "Wir wussten alle, dass er ein Aggressions- und Alkoholproblem hat. Er wollte nicht wahrhaben, dass sie ihn verlassen will. Sie hatte den endgültigen Entschluss gefasst und seine Sachen zusammengepackt. Das hat er nicht verkraftet", meint der Bruder des Opfers gegenüber "Heute".

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