Mordverdächtiger Bierwirt schwieg im Verhör eisern

Am späten Freitagnachmittag konnte der "Bierwirt", der als Verdächtiger beim Frauenmord in Wien-Brigittenau gilt, erstmals einvernommen werden.

Nach der Bluttat an einer zweifachen Mutter mutmaßlich durch ihren ehemaligen Lebensgefährten in einem Gemeindebau in Wien-Brigittenau wurde der Tatverdächtige von der Polizei nun am Freitagnachmittag erstmals einvernommen. Es soll sich dabei um den medial bekannten Bierwirt handeln. Er ließ sich im Innenhof der Wohnanlage von den angerückten WEGA-Beamten widerstandslos festnehmen – beziehungsweise dürfte so stark alkoholisiert gewesen sein, dass er kollabierte.

Nachdem der Tatverdächtige auch noch am Freitagvormittag zu betrunken für eine Befragung war, wurde er erstmals am Nachmittag von Beamten mit der Tat konfrontiert. Dabei schwieg der Beschuldigte eisern, wie es aus Polizeikrisen hieß. Motiv und woher die Tatwaffe, eine Pistole, stammt, ist damit weiter unklar. Der Mordverdächtige wird noch bis Samstag in Polizeigewahrsam bleiben und dann in die Justizanstalt Josefstadt gebracht. Danach wird die U-Haft beantragt werden. 

Großalarm nach Schüssen

Gegen 20 Uhr hatte es am späten Donnerstagabend Großalarm für die Polizei gegeben. Zeugen hatten aus einer Wohnung im Gemeindebau Winarskyhof Schüsse gehört. Bei ihrem Eintreffen fanden die Beamten eine schwerst verletzte Frau vor. Ihr wurde mit einer Pistole in Kopf und Fuß geschossen. Zwar wurde sie sofort in ein Krankenhaus gebracht, doch dort erlag die 35-Jährige nur wenige Stunden später ihren Verletzungen – "Heute" berichtete ausführlich.

Der mutmaßliche Killer, ein 42-jähriger Österreicher, ließ sich im Innenhof von den angerückten WEGA-Beamten widerstandslos festnehmen. Dann klappte er plötzlich ohnmächtig zusammen, musste selbst in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der Mann dürfte offenbar stark alkoholisiert oder durch andere Substanzen beeinträchtigt gewesen sein. Mitarbeiter der Spurensicherung waren auch am Freitag noch mit der Arbeit im Innenhof des Gemeindebaus beschäftigt.

Die wichtigsten Nummern gegen Gewalt auf einen Blick:

Polizei-Notruf: 133

Euro-Notruf: 112

24-Stunden-Frauennotruf der Stadt Wien: 01/71719

Frauenhaus-Notruf: 05 77 22

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