Eine nächtliche Motorradfahrt hat am Freitag in Maria-Lanzendorf (Bezirk Bruck an der Leitha) mit einem schweren Verkehrsunfall geendet. Zwei Motorradfahrer sollen zuvor vor einer Polizeikontrolle geflüchtet sein.
Beamte der Polizeiinspektion Leopoldsdorf bemerkten gegen 22.30 Uhr auf der B11 rund acht Motorräder, die laut Polizei mit offensichtlich weit überhöhter Geschwindigkeit aus Richtung Schwechat in Richtung Achau unterwegs waren.
Als die Polizisten die Lenker zu einer Verkehrskontrolle anhalten wollten, beschleunigten zwei Motorradfahrer plötzlich. Bereits nach wenigen Sekunden verloren die Einsatzkräfte den Sichtkontakt zu ihnen.
Kurz darauf entdeckten die Beamten im Kreuzungsbereich der B11 mit der L2003 einen Verkehrsunfall. Eines der beiden zuvor geflüchteten Motorräder war daran beteiligt.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei dürfte der 23-jährige Motorradfahrer aus Wien das Rotlicht der Ampel missachtet haben und in die Kreuzung eingefahren sein. Dort kollidierte er mit dem Pkw eines 23-Jährigen aus dem Bezirk Baden, der auf der L2003 unterwegs war.
Der Motorradfahrer erlitt schwere Verletzungen. Nach der notärztlichen Erstversorgung wurde er ins Universitätsklinikum Wiener Neustadt gebracht.
Der 23-jährige Pkw-Lenker sowie seine beiden 18 und 21 Jahre alten Mitfahrerinnen aus Wien wurden leicht verletzt. Die Rettung brachte alle drei ins Landesklinikum Baden.
Nach dem zweiten geflüchteten Motorradfahrer wird weiterhin gesucht. Die Ermittlungen zu seiner Identität laufen. Der bei dem Unfall schwer verletzte Biker soll nach Abschluss der Erhebungen bei der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt werden.