Ein schwerer Motorradunfall ereignete sich Freitagnachmittag im Bezirk Leibnitz in der Steiermark. Gegen 16.00 Uhr war ein 31-Jähriger gemeinsam mit drei weiteren Motorradfahrern auf der L626 von Ragnitz kommend in Richtung Norden unterwegs.
Im Bereich Gebersdorf verlor der Biker bei Straßenkilometer 0,8 plötzlich die Kontrolle über seine Maschine. Laut ersten Ermittlungen dürfte er vermutlich mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen und auf das Bankett geraten sein.
Danach nahm das Drama seinen Lauf: Der 31-Jährige überschlug sich samt Motorrad, prallte gegen mehrere Straßenleitpflöcke sowie eine Einfriedung und blieb schließlich auf einer angrenzenden Böschung liegen.
Seine drei Begleiter reagierten sofort, leisteten Erste Hilfe und alarmierten die Einsatzkräfte. Ein glücklicher Zufall könnte dabei entscheidend gewesen sein: Ein Notarzt befand sich gerade in der Nähe und war innerhalb kürzester Zeit an der Unfallstelle.
Gemeinsam mit dem Notarzt des Rettungshubschraubers C12 versorgte er den Schwerverletzten. Der 31-Jährige musste reanimiert werden. Die Wiederbelebung war erfolgreich.
Anschließend wurde der Motorradfahrer mit lebensbedrohlichen Verletzungen per Rettungshubschrauber in den Schockraum des LKH Graz geflogen. Angehörige und Freunde des 31-Jährigen wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.
Die L626 musste während der Rettungs- und Bergearbeiten rund eineinhalb Stunden gesperrt werden. Die Feuerwehr Sankt Georgen an der Stiefing rückte mit drei Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften aus und übernahm die Absicherung sowie die Verkehrsregelung.