Ski-Legende Bode Miller muss sich vor Gericht verantworten. Wie das US-Portal "TMZ Sports" berichtet, wurde der 48-Jährige Anfang Juni im Bundesstaat Idaho festgenommen. Gegen den ehemaligen Olympiasieger werden demnach Vorwürfe wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln sowie von Drogenutensilien erhoben.
Laut dem Bericht kam Miller nach Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 5.000 US-Dollar (rund 4.400 Euro) wieder auf freien Fuß. In beiden Anklagepunkten plädierte der Ex-Skirennläufer auf nicht schuldig. Das Verfahren ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Für den 29. Juli ist eine weitere Anhörung angesetzt.
Miller zählt zu den erfolgreichsten Skifahrern der Geschichte. Der US-Amerikaner gewann bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver Gold in der Super-Kombination. Darüber hinaus holte er drei Silber- und zwei Bronzemedaillen bei Winterspielen, wurde viermal Weltmeister und sicherte sich zweimal den Gesamtweltcup. Seine Karriere beendete er 2017.
Der Fall sorgt auch deshalb für Aufmerksamkeit, weil Idaho zu den US-Bundesstaaten mit besonders strengen Drogengesetzen zählt. Gleichzeitig wird in den USA zunehmend über den medizinischen Einsatz psychedelischer Substanzen diskutiert. Einige Bundesstaaten haben die Verwendung bestimmter Wirkstoffe bereits für therapeutische Zwecke erlaubt.
Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump eine Anordnung unterzeichnet, mit der die Forschung an Psychedelika erleichtert und Zulassungsverfahren beschleunigt werden sollen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA kündigte daraufhin an, mehrere potenzielle Medikamente auf Basis psychedelischer Wirkstoffe vorrangig zu prüfen.