MIt dem neuen Schuljahr gilt für Mädchen bis 14 Jahre ein Kopftuchverbot in Schulen. Auf "Heute"-Anfrage heißt es seitens der Bildungsdirektion NÖ, dass der Schulstart "sehr ruhig verlaufen ist". In Sachen Kopftuchverbot "gibt es NÖ-weit bis zu maximal zehn Fälle, bei denen es dem Gesetz entsprechend zu Gesprächen mit den Erziehungsberechtigten kommt. Alle Gespräche wurden bereits, bzw. werden in den nächsten Tagen durchgeführt".
An Wiener Schulen gibt es laut Gewerkschaftsangaben rund 50 Verstöße, in der Steiermark meldete die Bildungsdirektion zwei Verstöße am ersten Schultag.
Die juristische Definition "das Haupt nach islamischen Traditionen verhüllt" – ist laut Schulgewerkschafter Thomas Bulant aber ein Knackpunkt. "Manche Mädchen kommen mit einer Art Turban als Ersatz. Das ist dann keine Kopfbedeckung nach islamischer Tradition."
"Der Schulstart ist dank unserer Pädagoginnen und Pädagogen sehr gut verlaufen. Bezüglich Kopftuchverbot ist für mich klar: Regeln, die in Österreich gelten, müssen ausnahmslos eingehalten werden. Wer sich bewusst darüber hinwegsetzt, muss mit den gesetzlich vorgesehenen Konsequenzen rechnen", so NÖ Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (VP) gegenüber "Heute".
Und weiter: "Integration bedeutet auch, unsere Rechtsordnung und unsere gemeinsamen Regeln zu respektieren. Gleichzeitig zeigt die erste Schulwoche: Die große Mehrheit hält sich daran – die wenigen Problemfälle (rund 10 im ganzen Bundesland aktuell) werden Schritt für Schritt nach dem vorgesehenen Verfahren behandelt. Unsere Pädagoginnen und Pädagogen sowie die Schulleitungen gehen hier klar nach den gesetzlichen Vorgaben vor und werden dabei eng von der Bildungsdirektion begleitet. Die Gespräche mit den Erziehungsberechtigten finden aktuell statt."