Beim berühmten Korrespondenten-Dinner in Washington, D.C. kam es zu einem mutmaßlichen Anschlag. Die Ziele des Verdächtigen (31) sollen wohl Mitglieder der US-Regierung gewesen sein. Das geht aus einem Schreiben hervor, welches der Mann kurz zuvor an Familienangehörige verschickt hatte.
Darin bezeichnete sich der 31-Jährige als "Friendly Federal Assassin" und schrieb, dass er gezielt gegen Vertreter der Regierung vorgehen möchte – "geordnet nach Rang, vom höchsten zum niedrigsten". Auch gegen US-Präsident Donald Trump wurde darin heftig ausgeteilt: "Ich bin nicht länger bereit, zuzulassen, dass ein Pädophiler, Vergewaltiger und Verräter meine Hände mit seinen Verbrechen befleckt."
Einen Tag nach dem Schusswaffenangriff im Hilton Hotel sprach Trump mit einer Journalistin des US-Senders CBS im Format "60 Minutes" über den Vorfall. Er selbst habe sich nicht gefürchtet, aber seine Frau, Melania Trump, sei verängstigt gewesen, so der US-Präsident. Dann erklärte Trump auch, warum zuerst Vizepräsident JD Vance aus dem Festsaal gebracht wurde.
Demnach habe es Trump den Agenten vom Secret Service nicht leicht gemacht, ihn zu beschützen. Der US-Präsident habe die Beamten immer wieder aufgefordert, mit der Rettungsaktion zu warten. Trump habe wissen wollen, was los war. "Moment mal, Moment mal. Lasst mich mal sehen. Moment mal", soll der US-Präsident den Agenten gesagt haben.
Dann kam es bei dem Interview auch noch zu einem Eklat. Der Grund: Das bereits zuvor erwähnte Manifest des mutmaßlichen Schützen. Als die Journalistin den US-Präsidenten mit den darin enthaltenen Vorwürfen konfrontierte, platzte Trump der Kragen.
"Na ja, ich habe darauf gewartet, dass ihr das lest, weil ich wusste, dass ihr das tun würdet, denn ihr seid, ihr seid, ihr seid schreckliche Menschen. Schreckliche Menschen. Ja, das hat er geschrieben. Ich bin – ich bin kein Vergewaltiger. Ich habe niemanden vergewaltigt", sagte Trump zur Journalistin, die er danach noch als "eine Schande" bezeichnete.