Nach den Schüssen beim Korrespondentendinner in Washington gibt es nun Klarheit: Der Staatsbesuch von König Charles III. in den USA findet wie geplant statt. Zuvor hatte der Vorfall noch für Unsicherheit gesorgt.
Der Buckingham-Palast teilte am Sonntagabend mit, dass die Reise des Monarchen wie vorgesehen am Montag beginnen werde. Charles zeigte sich im Vorfeld "sehr erleichtert", dass US-Präsident Donald Trump, die First Lady und alle Gäste unverletzt blieben.
Zunächst hatte es noch Abstimmungen zwischen London und Washington gegeben. Der Palast hatte erklärt, man prüfe, "inwieweit die Ereignisse vom Samstagabend die operative Planung des Besuchs beeinflussen könnten". Das hatte Spekulationen ausgelöst, ob die Reise von Charles und Camilla verschoben werden könnte.
Am Abend folgte jedoch die endgültige Entscheidung: Der Besuch wird durchgeführt. "Der König und die Königin sind allen sehr dankbar, die mit Hochdruck daran gearbeitet haben, dies zu gewährleisten", hieß es. Das Paar freue sich, "dass der Besuch morgen beginnt".
Das britische Königspaar reist am Montag für mehrere Tage in die US-Hauptstadt. Geplant sind unter anderem ein Empfang im Weißen Haus durch Präsident Trump, ein Staatsbankett sowie eine Rede des Königs vor dem US-Kongress am Dienstag.
Die Reise findet in einer politisch angespannten Phase statt. Zuletzt hatte die Entscheidung des britischen Premierministers Keir Starmer, sich nicht an einem möglichen militärischen Vorgehen der USA und Israels gegen den Iran zu beteiligen, für Unmut in Washington gesorgt.
Zusätzliche Brisanz erhält der Besuch durch die anhaltenden Diskussionen rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und dessen frühere Verbindungen zu Ex-Prinz Andrew, dem Bruder von König Charles.
Der Sicherheitsvorfall selbst ereignete sich am Samstagabend, als ein bewaffneter Mann versuchte, in den Ballsaal eines Hotels in Washington vorzudringen. Dort nahmen Präsident Trump, First Lady Melania und zahlreiche Regierungsmitglieder an einem Dinner mit Korrespondenten teil.