"Multinationaler Plan"

Geheime Iran-Mission – EU-Länder lassen Trump abblitzen

Unter massivem Druck wegen der blockierten Straße von Hormus beraten westliche Partner über eine Militärmission nach dem Iran-Krieg – ohne die USA.
Newsdesk Heute
17.04.2026, 08:05
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In Paris kommen am Freitag zahlreiche internationale Partner zusammen, um über die Sicherung der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu beraten. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas weltweit – ihre Blockade sorgt derzeit für massive wirtschaftliche Spannungen.

"Multinationaler Plan"

Initiiert wurde das Treffen von Frankreich und Großbritannien. Ziel ist die Ausarbeitung eines "multinationalen Plans", der nach einem Ende der Kampfhandlungen im Iran-Konflikt umgesetzt werden könnte. Ein sofortiger Militäreinsatz steht allerdings nicht zur Debatte.

Vor allem Deutschland macht deutlich, dass eine Beteiligung nur unter klaren Voraussetzungen möglich ist. Für die Bundesregierung hat eine Waffenruhe oberste Priorität. Ein Einsatz während laufender Kampfhandlungen wird kategorisch ausgeschlossen.

Ausschließlich defensiver Charakter

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer betonen, dass sich alle Überlegungen auf die Zeit nach dem Krieg konzentrieren. Starmer stellte zudem klar, dass eine mögliche Mission ausschließlich defensiven Charakter haben soll. Ziel sei es, die freie Passage durch die Meerenge wiederherzustellen und damit den globalen Energie- und Warenfluss zu sichern.

Neben Gastgeber Frankreich wird auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Paris erwartet. Rund 40 weitere Partner aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika sollen per Video zugeschaltet werden.

USA nicht dabei

Auffällig: Die direkt am Konflikt beteiligten Staaten – die USA, Israel und Iran – nehmen nicht an den Gesprächen teil. Beobachter sehen Parallelen zu früheren internationalen Abstimmungen, bei denen westliche Staaten Strategien für die Zeit nach militärischen Auseinandersetzungen entwickelt haben.

Unterdessen bleibt unklar, wann es zu neuen diplomatischen Gesprächen kommt. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt eine weitere Verhandlungsrunde mit dem Iran in Aussicht gestellt – konkrete Termine gibt es bisher jedoch nicht.

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