Kein Deal

Friedensgespräche zwischen Iran und USA gescheitert

Die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in Islamabad sind ohne Einigung zum iranischen Atomprogramm vorerst gescheitert.
Newsdesk Heute
12.04.2026, 07:10
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Die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in Islamabad sind vorerst gescheitert. "Die schlechte Nachricht ist, dass wir zu keiner Einigung gekommen sind", erklärte US-Vizepräsident JD Vance am Sonntag gegenüber Journalistinnen und Journalisten in Islamabad. Vom Iran habe es keine klare Zusage für einen Verzicht auf Atomwaffen gegeben.

Die US-Delegation verlässt Islamabad, nachdem sie Teheran ein "letztes und bestes Angebot" gemacht hat, wie der Stellvertreter von US-Präsident Donald Trump nach einem anstrengenden Verhandlungsmarathon sagte. "Wir werden sehen, ob die Iraner es akzeptieren."

Während der 21-stündigen Gespräche habe es laut Vance "bedeutende Diskussionen mit den Iranern" gegeben. "Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass wir zu keiner Einigung gekommen sind. Und ich denke, für den Iran sind das viel mehr schlechte Nachrichten als für die Vereinigten Staaten von Amerika. Wir kehren also in die USA zurück, ohne eine Einigung erzielt zu haben."

Das Hauptproblem war laut Vance das iranische Atomprogramm. "Die einfache Tatsache ist, dass wir ein ausdrückliches Bekenntnis brauchen, dass sie nicht nach der Atomwaffe streben", stellte Vance klar. Das müsse auch "langfristig" gelten. "Das haben wir noch nicht gesehen. Wir hoffen, dass wir es sehen werden."

Die USA werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu trachten. Teheran weist das zurück und betont, Uran nur für die zivile Nutzung anzureichern.

Kurz nach seiner Stellungnahme stieg Vance in die US-Regierungsmaschine Air Force Two und verließ Pakistan. Der Iran warf den USA vor, die Gespräche mit "unzumutbaren Forderungen" zum Scheitern gebracht zu haben. Das iranische Staatsfernsehen berichtete, die iranische Delegation habe 21 Stunden lang "unablässig und intensiv" verhandelt, um die "nationalen Interessen des iranischen Volkes zu verteidigen". Die "unzumutbaren Forderungen" der US-Seite hätten aber Fortschritte verhindert.

Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans hatten am Samstag begonnen. Für die USA waren US-Vizepräsident Vance, US-Sondergesandter Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner vor Ort. Für den Iran reisten unter anderem Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi nach Islamabad.

Am 28. Februar hatten die USA und Israel Angriffe auf den Iran gestartet. Trump begründete den Krieg damals vor allem mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm.

Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien vor wenigen Tagen auf eine zweiwöchige Feuerpause. In dieser Zeit soll unter Vermittlung Pakistans über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden. Von Anfang an lagen die Positionen aber weit auseinander.

Das iranische Außenministerium hatte die US-Regierung vor dem Scheitern der Gespräche vor "exzessiven" und "illegalen" Forderungen gewarnt. Der "Erfolg dieses diplomatischen Prozesses" hänge davon ab, erklärte Ministeriumssprecher Esmail Bakaei auf X. Die USA müssten außerdem die "legitimen Rechte und Interessen" des Iran akzeptieren.

Trump hatte die Bedeutung der Friedensgespräche mit dem Iran heruntergespielt. "Ob wir einen Deal machen oder nicht, macht für mich keinen Unterschied", sagte Trump am Samstag vor Journalistinnen und Journalisten beim Weißen Haus. "Der Grund ist, dass wir gewonnen haben." Die USA würden "sehr tiefgehende Verhandlungen" mit dem Iran führen, hätten aber ohnehin gewonnen, so der US-Präsident. "Wir haben sie militärisch besiegt."

Trump bestätigte außerdem Angaben des US-Militärs, wonach zwei US-Kriegsschiffe die Straße von Hormus passiert haben. "Wir haben dort Minenräumer. Wir räumen die Straße." Die strategisch wichtige Meerenge werde geöffnet, so der Präsident.

Der Iran hat die US-Angaben über die Durchfahrt der Kriegsschiffe bestritten. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie würden "streng" gegen Versuche von Kriegsschiffen vorgehen, die Meerenge zu passieren. Seit Beginn des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Erdöltransports läuft, durch das iranische Militär praktisch gesperrt.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte am Samstagabend in einer Fernsehansprache, die US-israelischen Angriffe hätten das Atom- und Raketenprogramm des Iran zerstört. "Es ist uns gelungen, Irans Atomprogramm und sein Raketenprogramm zu zerschlagen." Der Iran verfüge inzwischen über "keine funktionierende Urananreicherungsanlage" mehr.

{title && {title} } red, {title && {title} } 12.04.2026, 07:10
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