Panik bei Dinner

Schüsse bei Trump-Gala – Gäste flüchteten unter Tische

Panik beim traditionellen Korrespondenten-Dinner: Schüsse sorgen für Chaos. Donald Trump und weitere Gäste wurden in Sicherheit gebracht.
Newsdesk Heute
26.04.2026, 19:10
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Aus einer festlichen Veranstaltung mit dem US-Präsidenten wird in wenigen Sekunden ein Ort voller Angst und Panik. Donald Trump, der zum ersten Mal als Präsident beim traditionellen Dinner der Korrespondenten in Washington dabei ist, soll gerade seine Rede halten, als plötzlich Schüsse fallen. Während Trump rasch in Sicherheit gebracht wird, herrscht im Hilton Hotel das pure Chaos.

Die Schüsse fallen in einem Kontrollbereich außerhalb des Festsaals. Sofort wird die Live-Musik unterbrochen, es folgt eine gespenstische Stille. Dann schreien mehrere Leute "Runter!" und "Unten bleiben!" Gäste in Abendkleidern und Smoking werfen sich panisch auf den Boden, suchen Schutz unter den festlich gedeckten Tischen. Unter ihnen sind nicht nur Journalisten, sondern auch Regierungsmitarbeiter und Mitglieder des Trump-Kabinetts. Teller krachen zu Boden, überall herrscht Unruhe.

Mitten im Trubel werden der Präsident und seine Frau Melania von Sicherheitskräften abgeschirmt und aus dem Hotel gebracht. Auch Vizepräsident JD Vance und alle anderen Kabinettsmitglieder kommen laut Trump unverletzt davon. Am Präsidententisch sitzt auch seine hochschwangere Pressesprecherin Karoline Leavitt, die sich erst am Freitag in den Mutterschutz verabschiedet hat.

Auch Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. wird aus dem Ballsaal eskortiert. Der 72-Jährige, oft kurz "RFK Jr." genannt, ist der Neffe des 1963 ermordeten Präsidenten John F. Kennedy und Sohn des 1968 erschossenen Robert F. Kennedy.

Trump sagt später: "Ich habe zunächst geglaubt, es sei ein Tablett heruntergefallen." Dann sei ihm klar geworden, dass der laute Knall von Schüssen gekommen ist. "Es war entweder ein Tablett oder eine Kugel. Ich hoffte, es wäre ein Tablett, aber es war keins."

Alexandra Ingersoll vom Sender One America News erzählt: Sie sei im Saal gewesen, als das Chaos ausgebrochen ist. Sie habe gesehen, wie der Secret Service sofort eingegriffen hat, um den Präsidenten zu schützen. "Ich habe mich einfach unter den Tisch geduckt", sagt Ingersoll zur Nachrichtenagentur AFP. "Ich wusste nicht, ob der Schütze unschädlich gemacht worden war oder was gerade vor sich ging."

Das jährliche White House Correspondents' Dinner wird seit hundert Jahren in Washington gefeiert. Dabei treffen Journalisten und Vertreter des Weißen Hauses aufeinander, auch der Präsident nimmt traditionell teil. Die Abende sind bekannt für teils derbe Witze auf Kosten der Gäste – und für selbstironische Reden der Präsidenten. In seiner ersten Amtszeit hatte Trump das Dinner allerdings ausgelassen.

Saal wurde geräumt

Nach dem Vorfall wird der gesamte Saal geräumt. Hunderte Gäste drängen sich durch die Lobby hinaus in die kühle Abendluft. Viele sind sichtlich geschockt – manche umarmen sich, andere telefonieren mit ihren Familien oder schicken Nachrichten an die Redaktion.

Schon einmal war das Hilton Hotel Schauplatz eines Attentats auf einen US-Präsidenten: 1981 wurde Ronald Reagan hier bei einem Mordanschlag angeschossen.

Laut Behörden stürmt ein "einzelner Schütze" gegen 20.36 Uhr Ortszeit (0.36 Uhr MESZ) durch eine Sicherheitskontrolle in der Hotellobby direkt vor dem Ballsaal, wo das Dinner stattfindet. Trumps Autokolonne verlässt das Hilton kurz nach 20.40 Uhr in Richtung Weißes Haus. Die für das Weiße Haus zuständigen Korrespondenten eilen dorthin, um an einer eilig einberufenen Pressekonferenz teilzunehmen.

Trump, der im Juli 2024 während des Wahlkampfs schon einmal nur knapp einem Attentat entkommen ist, steht bei der Pressekonferenz noch immer im Smoking da. Bei dem Angriff sei ein Sicherheitsbeamter getroffen worden, sagt der Präsident, der von First Lady Melania, Vizepräsident Vance und FBI-Chef Kash Patel umgeben ist. Der Beamte habe aber dank seiner kugelsicheren Weste überlebt.

Zu diesem Zeitpunkt sind die Hintergründe noch unklar. Den festgenommenen Täter beschreibt Trump als "Möchtegern-Mörder". Der Präsident lobt die Sicherheitskräfte für ihren "fantastischen Job" und ihr "schnelles und mutiges" Eingreifen. Und er verspricht: Das abgebrochene Dinner wird nachgeholt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.04.2026, 19:10
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