Er dachte, es sind 12-Jährige

"Bin pädophil" – Wiener chattete mit verdeckten Beamten

Ein Wiener schrieb vermeintlich 12-Jährige an, wollte sie zu sexuellen Handlungen drängen. Doch verdeckte Ermittler hatten ihm eine Falle gestellt.
Christian Tomsits
14.04.2026, 12:39
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Der korpulente Koch aus Wien-Meidling soll seit September 2023 auf seinem Laptop und Smartphone Dutzende Missbrauchsdarstellungen minderjähriger und mündiger Mädchen besessen und sogenanntes Cybergrooming in zwei Fällen betrieben haben.

Im Februar und März soll der introvertierte 40-Jährige mit seinem eigenen Instagram-Profil zwei vermeintlich 12-jährige Mädchen angeschrieben und zum Schicken von Nacktfotos gedrängt haben ("Kannst mir zeigen, was immer du willst"). Die vermeintlichen Minderjährigen waren jedoch eigentlich verdeckte Beamte des deutschen Bundeskriminalamts, die ihre Ermittlungsergebnisse umgehend mit den heimischen Behörden teilten. Es kam zu einer Hausdurchsuchung beim Verdächtigen, der noch bei seiner Mutter wohnt.

"Ich habe diese Neigung, ich bin pädophil", gestand er am Dienstag reumütig am Wiener Landl. Bezüglich der Chats genierte er sich sehr: "Ich kann mir nicht erklären, wie das passieren konnte." Auch seine Verteidigerin Rafaela Goj (Kanzlei Flatz) wollte "nichts beschönigen" und erklärte, dass ihr Mandant sich einer Therapie unterziehe und sich derzeit bereits "seinen Neigungen auseinandersetzt". Der Schuldspruch wegen versuchten sexuellen Missbrauchs und Besitzes von bildlichem sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial erfolgte rasch: zwei Jahre bedingte Haft plus Therapie, rechtskräftig.

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