Wasser ist diese Woche das prägende Thema in Wien. Weil sehr vielen von diesem aus den Wolken kommt, fließt auch sehr viel davon die Wienerwaldbäche und die Flüsse hinab. Wienfluss und Liesingbach sind bereits über ihre regulären Ufern getreten, auf der Donau gibt es in den Mittagsstunden ein leichtes Hochwasser.
Nun kommt noch eine weitere Gefahr hinzu: In Regensburg (Bayern) sind am Dienstag zwischen 500 und 1.000 Liter Öl in die Donau geraten. Dieses ist wohl aufgrund eines technischen Defekts aus einem Ausflugsschiff ausgetreten, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" mit Verweis auf die Polizei. Erst ein anderer Schiffführer machte auf das austretende Öl aufmerksam.
Ein weiteres Austreten dieses Gasöls konnte zwar verhindert werden, rund 500 bis 1.000 Liter waren wegen der hohen Fließgeschwindigkeit aber nicht mehr aufzuhalten. Experten gehen offenbar nicht von gravierenden Auswirkungen aus, die Lage werde aber weiter beobachtet.
Am Mittwoch dürfte dieses Öl nach und nach die österreichischen Städte an der Donau erreichen (ein Tropfen von der Quelle in Deutschland bis zum Schwarzen Meer benötigt ungefähr eine Woche). Wegen des Hochwassers und den damit einhergehenden Hygienemängeln ist das Baden derzeit aber sowieso nicht ratsam – und aufgrund der derzeit herrschenden Temperaturen wohl auch nicht all zu verlockend.