Österreich scheitert erhobenen Hauptes bei der Handball-Europameisterschaft im dänischen Herning. Im dritten Gruppenspiel schlägt die ÖHB-Auswahl Serbien 26:25. Damit verpasst das Team von Iker Romero die Chance auf den Einzug in die Hauptrunde. Mit einem Sieg mit vier oder mehr Toren Vorsprung wäre der Aufstieg mit Schützenhilfe von Spanien gegen Deutschland möglich gewesen.
Nach den Niederlagen gegen Deutschland und Spanien scheidet Rot-Weiß-Rot erhobenen Hauptes, aber dennoch enttäuscht aus dem Turnier aus. Sportdirektor Patrick Fölser: "Natürlich wären wir gerne in die Hauptrunde – es war angerichtet. Wir hatten noch die Chancen. Aber Hut ab, wie sie sich heute aus der Sache rausgezogen haben. Der Sieg war ganz wichtig. Wir wussten ganz genau, wie schwer die Gruppe sein wird. Heute hat man die Energie in der Mannschaft gesehen."
Österreichs Kapitän Niko Bilyk hadert: "Es ist natürlich schön, dass wir uns noch einen Sieg geholt haben. Das haben wir uns verdient. Das hat sich auch Iker nach der langen Durststrecke verdient. Für die vier Tore hat uns vorne die letzte Konsequenz gefehlt. Wir müssen die Chancen, die wir haben, reinmachen und nicht so viele Ballverluste haben. Dann bin ich überzeugt, dass wir heute mit sechs Toren Unterschied gewinnen können."
Teamchef Romero: "Ich bin unglaublich happy mit dem ersten Sieg. Dass ich der Trainer dieser österreichischen Nationalmannschaft sein darf. Für diesen Sieg haben wir bis zur letzten Sekunde gekämpft. Diese Jungs sind wirklich überragend."
Für Österreich ist das Turnier fix auf Rang drei oder vier der Gruppe schon vorbei. Für Serbien geht das Zittern weiter. Nach dem Sieg gegen Deutschland können die Serben immer noch aufsteigen, sollte Spanien die Deutschen ebenfalls bezwingen. Sollte die DHB-Auswahl wiederum gewinnen, wäre Österreich vor Serbien Dritter. Für die Serben ist Rang zwei und der Turnierverbleib also ebenso möglich, wie das Aus als Gruppenletzter.