Handball-Märchen! Die Färöer-Inseln mit gerade einmal 55.000 Einwohnern feierten in Oslo ihren ersten Sieg bei einer Europameisterschaft – und wie.
Mit einem klaren 37:24 fegte das Team über Montenegro hinweg, hat nach dem Remis gegen die Schweiz nun beste Chancen auf die EM-Hauptrunde.
Großen Anteil am historischen Triumph hatte eine Familie: Zwei Brüder und ihre zwei Cousins – alle mit den Namen a Skipagötu und Mittun – erzielten gemeinsam 18 Tore.
In der Halle spielten sich unglaubliche Szenen ab: Rund 6.500 Fans, fast alle in Weiß und mit Hüten in den Landesfarben, machten die Arena zum Tollhaus. Jedes Tor wurde gefeiert, als hätte man gerade den Titel gewonnen.
Der färöische Verband ließ auf Instagram wissen: Sogar das Parlament und mehrere Kindergärten blieben geschlossen – weil so viele Politiker und Pädagogen zum Spiel gereist sind.
Die Fan-Invasion war perfekt organisiert: 18 Charterflieger von Atlantic Airways brachten Fans nach Oslo, über 1.000 weitere reisten mit der Fähre. Schon vor zwei Jahren in Berlin sorgten die Färinger für Party-Stimmung – jetzt ist sie historisch.