Beim Duell mit den favorisierten Spaniern gab es für Österreich nichts zu melden. Das Team des spanischen Trainers Iker Romero lag im dänischen Herning nie in Führung, hatte große Mühe, mit den Spaniern mitzuhalten, und erzielte in einer Schwächephase vor der Pause acht Minuten lang keinen Treffer, während die Iberer davonzogen. Da half es auch nicht, dass Rot-Weiß-Rot die zweite Hälfte gewonnen hatte – 13:11.
Mit sechs Toren und 100 Prozent Trefferquote war Kreisläufer Tobias Wagner der beste österreichische Torschütze. "Das war sehr enttäuschend, die Spanier waren uns in allen Belangen einen Schritt voraus, klar besser als wir", schüttelte Sebastian Frimmel den Kopf. "Auf jeden Fehler, den wir machen, bekommen wir ein Gegentor. Dann geht es sich gegen so eine Topmannschaft einfach nicht aus", ärgerte sich auch Lukas Hutecek. "Was ich da in der ersten Hälfte mache, ist einfach zu wenig, es tut einfach nur scheißweh", prangerte Keeper Constantin Möstl auch seine eigene Leistung an.
Damit droht Österreichs Handball-Team bereits das vorzeitige EM-Aus, liegt Rot-Weiß-Rot mit null Punkten auf dem Konto am Ende der Gruppe A. Nur die Top Zwei steigen auf. Zum Abschluss steigt das Duell gegen Serbien am Montag (18 Uhr). Nur ein Sieg lässt die Mini-Chance auf den Einzug in die Hauptrunde am Leben. Romero wartet nun auch nach dem sechsten Spiel als österreichischer Handball-Cheftrainer noch auf einen Sieg.
Österreichs Handball-Team konnte mit zwei Treffern von Star Mykola Bilyk bis zum 2:2 mit den Spaniern mithalten, kam durch Lukas Hutecek wieder zum 4:4, ehe die Spanier bis auf drei Tore davonzogen (7:4), stets zumindest einen Zwei-Tore-Vorsprung hielten. Auch, weil Möstl und dem kurz aufs Feld gebrachten Leon Bergmann im Tor der Österreicher gegen die Angriffe der Spanier nichts ausrichten konnten. Während Sergey Hernandez im Tor der Spanier zur Topform auflief, zum Spieler des Spiels gewählt wurde.
Während bei den Österreichern der Faden gerissen war, acht Minuten lang kein Treffer gelang, zogen die Spanier schließlich auf 17:10 davon. Österreichs Team rettete sich mit einem 12:19 in die Pause.
Die zweite Hälfte gestaltete Österreich dann offener, kämpfte sich auch in Unterzahl durch einen Treffer von Wagner auf 20:24 heran. Doch noch weiter unter Bedrängnis brachte das Romero-Team die starken Spanier nicht. Auch, weil der Wurf von Markus Mahr sieben Minuten vor dem Spielende die Linie nicht überquerte, Keeper Hernandez sofort mit einem weiten Wurf das 28:23 erzielte. Frimmel verpasste es knapp zwei Minuten vor dem Spielende, Österreich auf drei Tore heranzubringen. So spielte Spanien den Sieg trocken heim.