Der deutsche Überraschungsmann Luis Vogt (23) wird für seinen starken Kitzbühel-Auftritt nicht belohnt. Das Internationale Olympische Komitee hat einen Antrag des Deutschen Skiverbandes abgelehnt, dem Abfahrer doch noch ein Olympia-Ticket zu ermöglichen.
Dabei hatte Vogt am Hahnenkamm-Wochenende für Aufsehen gesorgt. Auf der berüchtigten Streif landete der Garmischer sensationell auf Rang acht – sein bestes Weltcup-Resultat überhaupt. Gleichzeitig erfüllte er damit exakt die vom Verband vorgegebene Olympia-Norm.
Das Problem: Das deutsche Herren-Kontingent war zu diesem Zeitpunkt bereits voll. Schon vor Kitzbühel wurde das Olympia-Team nominiert, alle fünf Startplätze waren vergeben. Grundlage dafür ist eine komplexe Quotenregelung des Weltverbandes FIS, die nun für reichlich Diskussionen sorgt.
Nach Vogts Überraschungsfahrt versuchte der DSV noch, zumindest eine späte Lösung zu finden. Ziel war es, den 23-Jährigen wenigstens für die Abfahrtstrainings bei den Spielen in Bormio nachzunominieren. Mehr als eine einzige Testfahrt wurde aber nicht genehmigt – auf einer der schwierigsten Olympia-Strecken schlicht zu wenig.
Damit bleibt Vogt vorerst draußen. Nur wenn ein anderer deutscher Speed-Fahrer kurzfristig ausfallen sollte, könnte sich doch noch eine Tür öffnen.