Ukraine

Blamage für Putin – blutiges Gefecht zwischen Russen

Die Situation zwischen russischen Soldaten und prorussischen Wagner-Söldnern eskaliert immer mehr. Nun kam es zu einem blutigen Gefecht.
24.04.2023, 21:31
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Reguläre russische Soldaten und Wagner-Söldner sollen sich in Stanyzja Luhanska, einer Kleinstadt im Oblast Luhansk, absichtlich gegenseitig unter Feuer genommen haben: Dies vermeldet der ukrainische Generalstab. Laut den Informationen soll die Auseinandersetzung als Prügelei begonnen und in Schüssen kulminiert haben. Es habe auf beiden Seiten Opfer gegeben. Der Streit soll sich daran entzündet haben, wer für die taktischen Fehleinschätzungen und Verluste an der Front verantwortlich sei. Zwischen der Armee und der Gruppe Wagner soll es schon mehrfach zu Streitigkeiten gekommen sein.

Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin wird vorgeworfen, die Macht des russischen Präsidenten Wladimir Putin infrage zu stellen. Denn er verfolgt eigene Pläne. Früher ein devoter Anhänger Putins, verfolgt er nun eine eigene Agenda. Manche Beobachter sehen die nach Russland zurückkehrenden Wagner-Söldner als verlängerten Arm Prigoschins, der so an Einfluss gewinnt, quasi eine eigene paramilitärische Einheit in Russland aufbaut. Die Polizei nimmt es mit den freigelassenen Söldnern nicht so ernst: Viele von ihnen werden trotz erheblicher Indizien oder sogar Beweise für Straftaten einfach wieder freigelassen.

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Ukrainische Streitkräfte überqueren Fluss Dnjepr

Den ukrainischen Streitkräften gelang es indes, den Fluss Dnjepr zu überqueren und am östlichen Ufer im Oblast Cherson Stellung zu beziehen, berichtet das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien. Es stützt sich dabei auf "verlässliche geolokalisierte Bilder" von verschiedenen russischen Militärbloggern. Die Aufnahmen und Berichte der Militärblogger liefern "viele Hinweise auf eine fehlende russische Kontrolle im Gebiet", so das Institut für Kriegsstudien. Die ukrainischen Streitkräfte können Berichten zufolge seit Wochen Stellungen am Ostufer in Cherson halten und haben stabile Nachschublinien zu diesen aufgebaut.

Auch führen sie regelmäßige Einsätze im Gebiet durch. Es sei möglich, dass sich die russischen Streitkräfte auf die Aufrechterhaltung der Verteidigung in städtischen Gebieten wie Oleshky und Nova Kakhovka konzentrieren, so das Institut. Das ermögliche den ukrainischen Streitkräften möglicherweise ein Vorrücken am Ostufer und auf Inseln. Das Ausmaß und die Absichten dieser ukrainischen Stellungen seien jedoch unklar. Ebenso sei nicht bekannt, ob das Militär bereit und fähig sei, diese dauerhaft zu halten.