Mit einem fantastischen 3:1 Sieg gegen Polen holte sich die österreichischen National-Elf am Freitag die ersten und wichtigen drei Punkte in der Gruppenphase der UEFA-Europameisterschaft. Das Spiel war ein echter Hit und für jeden Gast ein absolutes Highlight – vor allem aufgrund der Vielzahl an Toren.
Leider konnte aber nicht jeder, der sich eines der heiß begehrten Stadiontickets gekauft hatte, auch vor Ort live dabei sein, wie "Heute"-Leser Patrick schilderte.
Mit einem gültigem Ticket und super Stimmung im Gepäck, reiste er mit einem offiziellen UEFA-Zug von Nürnberg nach Berlin. Dass es aber zu einer regelrechten Odyssee in Deutschland kommen würde, war nicht mit eingeplant.
Schon der Start der Reise war dabei mehr als nur holprig. Denn erst mit 45 Minuten Verspätung verließ Patrick den Bahnhof. Die Stimmung wurde aber durch die Hoffnung, es doch noch kurz vor Anpfiff ins Stadion zu schaffen, hochgehalten.
Lange sah es gut aus: Es gab keine weiteren Probleme und nach der einer der letzten Stationen und damit kurz vor dem Ziel, war auch aus den Sprechanlagen des Zuges die Ansage "Wir fahren nach Berlin" zu hören. Die Abfahrtprobleme schienen schon wieder vergessen zu sein, doch nur wenige Minuten später änderte sich alles.
Ein Blitzeinschlag verhinderte die Weiterfahrt – Verspätung: fünf bis sechs Stunden. Das Match mit dem Zug zu erreichen war also unmöglich. Schnell wollte Patrick also mit einem Taxi zum Spiel fahren, doch diese nahmen seinen Angaben zufolge keine Fans mit. Ein Schienenersatzverkehr wurde nicht angeboten.
Die Hoffnung aufs Torfestival live vor ORt war damit natürlich endgültig zerstört. Geschlagen gegeben wollte sich der "Heute"-Leser aber nicht. Sein Team könne man schließlich überall anfeuern, nicht nur im Stadion. Also suchte er sich eine Bar im kleinen Ort Lutherstadt-Wittgenstein, die das Match übertrug und konnte so doch noch mitfiebern.