Ein Jet2-Urlaubsflug von Leeds nach Lanzarote musste kurz nach dem Start umgeleitet werden. Während des Steigflugs wurde die Boeing 737 von einem Blitz getroffen, worauf der Pilot sofort reagierte und den nächstgelegenen Flughafen ansteuerte.
Die Maschine landete rund 50 Minuten nach dem Abflug sicher in Manchester. Laut Angaben der Fluggesellschaft wurde bei dem Vorfall niemand verletzt. Jet2 organisierte rasch ein Ersatzflugzeug, sodass die Passagiere mit etwa dreieinhalb Stunden Verspätung doch noch nach Lanzarote reisen konnten.
Wie t-online unter Berufung auf das Branchenportal Aviation Herald berichtet, sind Blitzeinschläge bei Flugzeugen zwar selten gefährlich, dennoch erfordern sie Vorsicht und können technische Schäden verursachen.
Flugzeuge sind grundsätzlich so konstruiert, dass der Strom eines Blitzeinschlags über die Außenhaut abgeleitet wird. Die Hülle des Flugzeugs wirkt wie ein Faradayscher Käfig, der den Innenraum schützt. Passagiere bemerken meist nur einen Lichtblitz oder ein lautes Geräusch.
Experten wie Professor Harald Schwarz von der TU Cottbus warnen trotzdem: Fenster und Dichtungen können den Schutz beeinträchtigen, und in seltenen Fällen kann die Elektronik beschädigt werden. Moderne Flugzeuge verfügen daher über spezielle Fasern, die Blitze ableiten sollen.
Obwohl schwere Folgen selten sind, kann ein Blitzeinschlag gefährlich werden. 2006 stürzte etwa eine Tupolew TU-154M über der Ukraine ab – als Ursache wurde damals ein Blitz vermutet. Hersteller arbeiten laufend daran, Flugzeuge noch sicherer gegen Blitze zu machen.