Ein eigentlich normaler Flug von London-Stansted nach Ibiza nahm für mehr als 184 Urlauber einen ungeplanten Verlauf. Zwei Passagiere benahmen sich derart daneben und ignorierten die Anweisungen des Kabinenpersonals, dass die Crew keine andere Wahl hatte: Der Flieger musste in der südfranzösischen Stadt Toulouse außerplanmäßig landen.
Das zuständige Strafgericht in Toulouse verhängte nun gegen die beiden Störenfriede empfindliche Strafen: Bewährungsstrafen von bis zu zehn Monaten sowie gemeinsam über 10.000 Euro Geldstrafen.
Ryanair begrüßt das Urteil als Bestätigung der eigenen "Null-Toleranz-Politik" gegenüber Fehlverhalten an Bord, wie chip.de berichtet. Die irische Billig-Airline duldet kein Fehlverhalten und geht konsequent dagegen vor.
Unternehmenssprecherin Jade Kirwan machte klar, dass es nicht hinzunehmen sei, wenn Fluggäste durch das Fehlverhalten einzelner Mitreisender Probleme bekommen: "Es ist inakzeptabel, dass Passagiere unnötige Störungen und eine verkürzte Urlaubszeit aufgrund des Fehlverhaltens anderer Passagiere erleiden müssen."
"Wir hoffen, dass dieses Vorgehen weitere Vorfälle abschreckt, damit Passagiere und Besatzungen in einer angenehmen und respektvollen Umgebung reisen können", so Kirwan weiter.
Der Fall zeigt: Wer im Flieger ausrastet, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Rücksichtvolles Verhalten macht den Flug für alle angenehmer – und schützt vor teuren Strafen.