Wut auf Ryanair

Nicht an Bord gelassen: Passagiere stürmen Rollfeld

Obwohl noch fast die Hälfte der Passagiere bei der Sicherheitskontrolle feststeckte, wollte ein Ryanair-Flieger abheben. Die Situation eskalierte.
Nick Wolfinger
28.04.2026, 13:50
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Wilde Szenen am Flughafen Marseille-Provence. Weil 83 Passagiere wegen zu langsamer Sicherheitskontrollen nicht rechtzeitig zum Gate gelangten, drohte Ryanair-Flug FR2640 nach Marrakesch (Marokko) halbleer abzuheben.

Als sie vor den verschlossenen Türen des Gates standen und nicht mehr in den Flieger gelassen wurden, verloren rund 30 der Reisenden die Fassung. Eine Frau löste den Feueralarm aus, woraufhin die Gruppe auf das Rollfeld hinausstürmte. Dort stellten sie sich vor die geparkte Boeing 737 und blockierten den Abflug.

Flug um Stunden verspätet

Der Vorfall ereignete sich am 18. April. Der Jet hätte um 22.30 Uhr starten sollen, hob aber wegen des Vorfalls erst gegen 1.50 Uhr ab – ohne die betroffenen 83 Reisenden.

Nun schieben sich Ryanair, Flughafen und Behörden gegenseitig die Schuld zu. So soll die Grenzpolizei zu wenig Personal zur Verfügung haben, um schnellere Kontrollen durchzuführen, heißt es von Ryanair und vom Flughafen. Die Behörden wiederum machen das schnelle Boarding-Prozedere bei Ryanair verantwortlich.

Die Frau, die den Feueralarm ausgelöst hatte, wurde auf Überwachungsaufnahmen identifiziert und festgenommen. Viele der betroffenen Passagiere fordern eine Entschädigung von Ryanair. Der Flughafen kündigte eine Untersuchung der Vorfälle an.

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