"Ich glaube, wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht, wir haben ihnen Paroli geboten. Aber wir haben zwei blöde Tore gekriegt", haderte Barbara Dunst nach dem Schlusspfiff im "ORF". Der deutsche Führungstreffer durch Lina Magull entstand nach einem Ballverlust von Carina Wenninger (25.), die DFB-Kapitänin Alexandra Popp wurde beim 2:0 von Österreichs Torfrau Manuela Zinsberger angeschossen, der Ball kullerte über die Linie.
"Wir sind echt enttäuscht, haben ein super Turnier gespielt, aber sie haben ihre Chancen dann genützt. Richtig bitter", meinte Dunst mit Tränen in den Augen.
Gleichzeitig unterstrich die ÖFB-Spielerin mit Blick auf die Aluminiumtreffer durch sie selbst, Marina Georgieva und Sarah Puntigam: "Es hat tatsächlich das Glück gefehlt. Wenn die reingehen, schaut es ganz anders aus. Aber wir haben gezeigt, dass wir auch gegen so einen Gegner Chancen haben", so Dunst.
Trotzdem zog die 24-Jährige eine positive Bilanz: "Wir können stolz sein, haben uns super gezeigt, haben auch heute richtig Gas gegeben und das werden wir mitnehmen für die Zukunft. Wir haben schon ein Zeichen für den Frauenfußball in Österreich gesetzt."
Ebenso enttäuscht zeigte sich auch Teamchefin Irene Fuhrmann: "Wir wollten im Turnier bleiben. Wir haben einen riesen Schritt gegen eine Top-Mannschaft gemacht. Wir haben drei Mal Aluminium getroffen, der Ball wollte einfach nicht rein. Wir haben einen Fehler gemacht, der gegen so ein Klasseteam zum 0:1 führt. Wir hatten Chancen, waren stark bei Standards, hatten drei Alutreffer. Ich kann meinem Team nichts vorwerfen."