Eigentlich wollten Leonie Bartsch und Linn Schütze bei "Bares für Rares XXL" nur herausfinden, was ein altes Schmuckstück aus Familienbesitz wert ist. Doch dann wird aus der beliebten ZDF-Trödelshow für einen kurzen Moment fast ein echter Kriminalfall.
Die beiden Frauen sind mit ihrem erfolgreichen True-Crime-Podcast "Mord auf Ex" bekannt geworden. Darin beschäftigen sie sich regelmäßig mit echten Verbrechen und spektakulären Kriminalfällen. Dass ausgerechnet ihr Mitbringsel bei Horst Lichter (64) für einen makabren Fund sorgen würde, dürfte aber selbst die beiden überrascht haben.
Leonie hat eine alte Kamee mit einem Schutzengel dabei. Das Schmuckstück stammt von ihrer Großmutter, die in diesem Jahr verstorben ist. Expertin Wendela Horz nimmt das Erbstück genauer unter die Lupe – und entdeckt auf der Rückseite plötzlich getrocknetes Blut.
"Was ist hier passiert?", fragt die Expertin überrascht. Auch Leonie kann es zunächst kaum glauben. "Ach krass", reagiert sie auf den Fund.
Horst Lichter erkennt sofort die kuriose Verbindung zu den beiden True-Crime-Stars. "'Mord auf Ex', jetzt geht es los", scherzt der Moderator. Linn Schütze legt schließlich noch einen drauf: "Jetzt haben wir doch ein Verbrechen mitgebracht."
Ganz so spektakulär dürfte die Geschichte hinter dem Blut allerdings nicht sein. Horz vermutet, dass sich eine frühere Besitzerin schlicht an der Nadel gestochen haben könnte, mit der die Kamee als Brosche befestigt wurde. Ein jahrzehntealtes Verbrechen dürfte sich hinter dem Fund also wohl nicht verbergen.
Dafür wartet auf die beiden Podcasterinnen noch eine zweite Überraschung.
Leonie wäre ursprünglich bereits mit 200 Euro für das Familienerbstück zufrieden gewesen. Doch die Expertin kann das italienische Schmuckstück auf die 1880er-Jahre datieren und schätzt seinen Wert auf stolze 600 bis 800 Euro.
Im Händlerraum wird es schließlich noch einmal deutlich mehr.
Kunsthändler David Suppes bietet satte 1.700 Euro für die Kamee. Als er erfährt, dass Leonie und Linn das Geld für den Schutz von Frauen spenden wollen, legt er sogar freiwillig noch einmal 100 Euro drauf.
Am Ende wechseln für das blutige Familienerbstück unglaubliche 1.800 Euro den Besitzer. Aus dem erhofften 200-Euro-Verkauf wird damit das Neunfache – und ausgerechnet die beiden True-Crime-Podcasterinnen verlassen "Bares für Rares" mit der wohl makabersten Rarität des Abends.