Heftige Attacke auf den Wiener Rapper und TV-Star Marvin Okelola (36) am Samstag am Hauptbahnhof: Zwei Männer attackierten den Tour-DJ von "Money Boy" und Gewinner der vierten Ausgabe von Forsthaus-Rampensau mitten in der Mäci-Filiale grundlos mit Fäusten, als er gerade in seinen Double-Cheeseburger beißen wollte.
Zuvor hatten die Unbekannten bereits andere Kunden von ihren Plätzen vertrieben und die Konfrontation gesucht. "Als ich sie fragte, was ihr Problem sei, gingen sie auf den Filialleiter und mich los. Weil ich mich vor dem Mäci-Mitarbeiter stellte, prügelten sie auf mich ein", so der TV-Star zu "Heute".
Ein Video, das der 36-Jährige kurz nach dem Vorfall aufnahm, ging viral. Darin rennt der Wiener, der seit ein paar Jahren in St. Pölten wohnt, den Verdächtigen nach, schreit laut nach der Polizei. "In diesem Moment war ich ohne Schuhe, ohne Rucksack, da ich sofort nachgelaufen bin. Meine Finger waren geprellt, meine Nase blutig", erklärt er.
"Ich hab mich versucht so lautstark wie möglich zu zeigen, um erstens dafür zu sorgen, dass mich die Polizei findet und zweitens andere Passanten vor der Gefahr der beiden Täter zu schützen", so der Musiker. Zivilcourage zeigte kaum jemand. Ein zufällig anwesender Freund half als Einziger, rief die Polizei.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 05 76 77
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
Und tatsächlich: Einer der Täter konnte kurz darauf beim Quartier Belvedere in der Straßenbahn gefasst werden, wie die Polizei auch gegenüber "Heute" bestätigte. Dem zweiten Verdächtigen gelang die Flucht. Marvin musste nach dem Angriff ins Spital. "Ich konnte kaum gehen. Es fühlte sich an, wie nach einem Autounfall", beschrieb Okelola starke Schmerzen, stand unter Schock.
"Ich hab mir nichts gebrochen, keine Zähne verloren, nur ein paar Kratzer." Nur am kleinen Finger, der ausgerenkt war, muss er nun Schiene tragen. Großes Glück: Auch seinen Rucksack, sein Handy und seine Crocs – die er verloren hatte – hat er wieder.
Was ihm nach dem Vorfall wichtig ist: "Mir geht’s darum, dass Wien, dass Österreich sicherer wird. Denn das kann nicht sein", meint er zur Prügelattacke im Mäci, den auch Kinder und Touristen frequentieren. "Ich bin stolzer Österreicher und möchte mich in meinem eigenen Land wohl und sicher fühlen können", fordert Okelola. Nun will er das Fastfood-Lokal dazu bewegen, eigene Sicherheitspersonal einzustellen.
McDonald's Österreich sprach dem Betroffenen sein Mitgefühl aus und betonte, dass seine Mitarbeiter "unmittelbar eingegriffen, die Auseinandersetzung beendeten und unverzüglich die Polizei verständigten".
Man gestand allerdings ein, dass sich der Vorfall "im Umfeld eines öffentlichen Bahnhofsbereichs, dessen allgemeine Sicherheitslage seit längerer Zeit Gegenstand des Austauschs mit den zuständigen Stellen ist" ereignete – heißt auf deutsch: Die ÖBB sei für Sicherheit am Bahnhof zuständig…